Glückwunsch mit politischer Absicht

Grönland solle 51. US-Bundesstaat werden

Nuuk Grönland USA
Jeff Landry gratuliert den Grönländern auf eine respektlose Weise zum Nationmalfeiertag. – Im Bild Hauptstadt Nuuk im Sommer. (Foto: Eugene Kaspersky)
Jeff Landry, der Sondergesandte der USA für Grönland, hat den Grönländerinnen und Grönländern am Sonntag zum Nationalfeiertag gratuliert – und die Gelegenheit genutzt, um einen politisch aufgeladenen Vorschlag zu platzieren: Grönland könnte schon im nächsten Jahr den USA als 51. Bundesstaat beitreten.

Glückwunsch mit politischer Absicht

Auf der Plattform X schrieb Landry, der Tag solle die Grönländerinnen und Grönländer an ihre reiche Kultur, ihre Traditionen und ihre Werte erinnern – alles, was ihr Erbe ausmache.

Dann verknüpfte er den Glückwunsch mit dem bevorstehenden amerikanischen Jubiläum: Während Amerika sich seinem 250. Unabhängigkeitstag am 4. Juli nähere, feiere man gemeinsam Freiheit und die damit verbundenen Möglichkeiten.

„Vielleicht lässt sich Amerikas 251. Geburtstag mit dem Beitritt des 51. Bundesstaats feiern“, schloss Landry seinen Post.

Trumps langjähriges Ziel

Der Vorstoß hat System. Er knüpft an das langjährige und umstrittene Ziel von Präsident Donald Trump an, Grönland zu erwerben oder anders unter US-Kontrolle zu bringen – offiziell mit Verweis auf Sicherheitsinteressen.

Landrys Auftritt als Sondergesandter steht in diesem größeren geopolitischen Zusammenhang – der Nationalfeiertag diente ihm erkennbar als Bühne, um diese Agenda öffentlichkeitswirksam zu bekräftigen.

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