Bothy auf Insel Hoy

Einfach ein Traum: Schottlands nördlichste Schutzhütte erfolgreich saniert – zum Glück

Schutzhütte Schottland
Die malerisch gelegene Schutzhütte. (Foto: Orkney.com)

Die nördlichste Bothy des Vereinigten Königreichs, eine traditionelle Schutzhütte auf der schottischen Insel Hoy, wurde nach einer Phase des massiven Verfalls erfolgreich saniert. Das historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert dient Wanderern und Kletterern nun wieder als sichere Zuflucht in der rauen Wildnis der Orkney-Inseln.

Die Burnmouth-Bothy wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert als traditionelles Crofthouse errichtet und gilt heute als denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie A. Laut Gavin Barr vom Orkney Islands Council stellt das Bauwerk ein Juwel unter den Gebäuden der Region dar und besitzt nationale sowie internationale Relevanz.

In den vergangenen Jahren litt die Bausubstanz erheblich unter den extremen Wetterbedingungen an der Bucht von Rackwick. Der Mörtel zwischen den Steinen zersetzte sich zusehends, während das seltene Dach aus Heidekraut und Grassoden undicht wurde und Feuchtigkeit ins Innere ließ.

Umfangreiche Restaurierung unter schwierigen Bedingungen

Um den vollständigen Zerfall zu verhindern, sicherte sich der Hoy Development Trust Fördermittel in Höhe von mehr als 142.000 Pfund, was umgerechnet etwa 170.000 Euro entspricht. Ein Team aus spezialisierten Handwerkern arbeitete über sechs Monate hinweg während der dunklen Wintermonate an der Wiederherstellung der historischen Struktur.

Im Zuge der Arbeiten wurde das marode Heidekrauddach durch robuste Steinplatten ersetzt, um die Langlebigkeit des Gebäudes zu garantieren. Wie die BBC berichtet, wurden zudem Fenster und Türen erneuert sowie das Mauerwerk fachgerecht neu verfugt.

Ein Stützpunkt für Abenteurer

Die Hütte befindet sich in unmittelbarer Nähe zum berühmten Old Man of Hoy, einer rund 137 Meter hohen Felsnadel im Meer. Viele Kletterer nutzen die Unterkunft als Basislager für ihre Expeditionen zu diesem ikonischen Wahrzeichen der schottischen Küste.

Martin Flett, stellvertretender Vorsitzender des Hoy Trust, betonte die Wichtigkeit der Maßnahme für die Region. Er erklärte: „Das Dach war furchtbar undicht und die Fenster sowie Türen waren am Ende, daher ist es großartig zu sehen, dass es jetzt wieder gut aussieht.“

Trotz ihres rustikalen Charakters bietet die sanierte Hütte nun einen deutlich höheren Komfort als in den Jahrzehnten zuvor. Neben einem neuen Ofen, der aus einem alten Hafenpfahl gefertigt wurde, verfügt die Bothy sogar über eine Innentoilette mit fließendem Wasser.

Die Bewohner der nahegelegenen Siedlung Rackwick, deren Zahl seit den 1950er Jahren stark geschrumpft ist, begrüßen die Wiederbelebung des Hauses. Sie sehen in der restaurierten Burnmouth-Bothy ein wichtiges Puzzlestück, um die Geschichte der Insel Hoy für zukünftige Generationen lebendig zu halten.

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