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Sanktionen ja, aber nein

Färöer verhängt Sanktionen gegen Russland

Das Parlament der Färöer Inseln hat am Freitag einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Regierung der Färöer ermächtigt, Sanktionen gegen Russland und Weißrussland zu verhängen.

Färöer Sanktionen Torshavn
Die färöische Regierung in Tórshavn verhängt Sanktionen gegen Russland, nimmt jedoch die eigene Schlüsselindustrie, die Fischerei, heraus. (Foto: depositphotos.com)
Die Regierung des Nordatlantikarchipels verurteilt den bewaffneten Angriff Russlands auf die Ukraine, heißt es in einer Presseerklärung, die vom färöischen Parlament veröffentlich wurde.

Darin heißt es konkret: „Die Regierung verfolgt aufmerksam, welche Sanktionen die EU und gleichgesinnte Partner beschließen und durchsetzen, um Russland zu zwingen, die Aggression zu beenden und seine Streitkräfte aus der Ukraine abzuziehen. Die färöischen Sanktionen werden denjenigen der EU und gleichgesinnter Partner weitgehend folgen und ähneln.“

Die Färöer beabsichtigen, ihre Häfen für russische Schiffe zu schließen. Außerdem arbeiten die Färöer seit Jahrzehnten in der Fischerei mit Russland zusammen, sie bewirtschaften gemeinsam die Fischbestände im Nordatlantik, darunter einige der größten Fischbestände der Welt.

Diese Zusammenarbeit wird jedoch von den Sanktionen ausgeschlossen. Das bedeutet, dass russische Fischereischiffe weiterhin uneingeschränkt die färöischen Häfen anfahren dürfen.

Die EU-Maßnahmen, die die Ausfuhr von Waren nach Russland beschränken, betreffen nur einige wenige färöische Lebensmittel. Die Fischereierzeugnisse sind ebfalls von der Sanktionierung ausgeschlossen.

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