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Island und Norwegen am wenigsten betroffen

EU-weit jährlich über 400.000 Tote durch Luftverschmutzung

Eine Untersuchung der Europäischen Umweltagentur (EEA), die am Dienstag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen veröffentlicht wurde, kommt zu einem alarmierenden Urteil: Demnach sterben in der Europäischen Union jährlich über 400.000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Luftverschmutzung.

Luftverschmutzung EU
Emmissionsreiches Kohlekraftwerk. (Symbolbild: Steve Buissinne)
Für den Bericht wurden im großen Stil Daten zu den Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in der Union analysiert.

Dem Ergebnis zufolge ist Luftverschmutzung nach wie vor die größte gesundheitliche Umweltbedrohung unserer Zeit. Laut Agenturmeldungen sind dabei Krebs, Herz- und Lungenerkrankungen sowie Schlaganfälle die häufigsten Todesursachen, die auf Luftverschmutzung zurückzuführen sind.

Weiter heißt es, an zweiter Stelle stehe die Lärmbelastung, die EU-weit zu etwa 12.000 vorzeitigen Todesfällen führe – mit Verkehrslärm als Hauptursache.

Auffälligkeiten sieht der Bericht zudem in den Unterschieden, die zwischen den Ländern in Ost- und Westeuropa bestehen. So sei die Zahl vorzeitiger Tode durch Umweltfaktoren in osteuropäischen Ländern deutlich höher als im Westen des Kontinents.

Den höchsten Anteil an Todesfällen in Zusammenhang mit Umweltbelastungen sieht der EEA-Bericht dabei in Bosnien und Herzegowina (27 %). Den niedrigsten Anteil verzeichnen hingegen Island und Norwegen mit je 9 Prozent – also nur ein Drittel davon.

Die gute Nachricht in der schlechten: Noch 1990 habe die Zahl der umweltbedingten Todesfälle in Europa laut EEA bei etwa einer Million gelegen.

sh

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