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Corona begünstigt den Verbrauch qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel

Dänemark ist Weltmeister bei Bio-Lebensmitteln

„Was haben die dänischen Handballherren und dänische Bio-Lebensmittel gemeinsam?“, fragte Susanne Hyldelund, Dänemarks Botschafterin in Deutschland, heute Morgen auf Twitter. Und sie beantwortet sogleich auch diese Frage: „In aller Bescheidenheit: den Weltmeistertitel!“

Bio-Lebensmittel Dänemark Marktanteil
Das dänische rote Bio-Label auf Karottengrund. (Foto: IlonaF , Fødevarestyrelsen, Nordisch.info)
Sie bezieht sich damit auf die Meldung der dänischen Boulvardzeitung BT, die heute schreibt, dass Dänemark an Spitze in Sachen Anbau und Verbrauch von Bio-Lebensmitteln sei.

Gemessen am pro Kopf-Verbrauchen, kauften Dänen weltweit die meisten Öko-Lebensittel, so das Blatt. Corona habe das Wachstum der Biobranche wahrscheinlich begünstigt.

Bio-Karotten, -Milch und -Haferflocken füllten viel öfter den Einkaufskorb der Dänen als die Körbe aller anderen Menschen auf der Welt. Das zeigt der aktuelle Bericht „The World of Organic Agriculture“. Dies wurde gestern auf der internationalen Öko-Messe BioFach in Deutschland verkündet.

Dem Bericht zufolge, haben Bioprodukte in Dänemark den höchsten Marktanteil der Welt. Und der Markt wächst. Milchprodukte, Eier, Haferflocken, Weizenmehl, Karotten und Bananen sind die beliebtesten Artikel auf der Einkaufsliste der dänischen Bio-Konsumenten.

Der Marktanteil von Bio-Produkten in dänischen Supermärkten betrug 2019 12,1 Prozent. Damit liegt Dänemark vor Ländern wie der Schweiz, die ebenfalls höhere Lebensmittelpreise haben.

Gleichzeitig geben die Dänen immer noch das meiste Geld der Welt pro Kopf für Bio-Lebensmittel aus. Im Jahr 2019 gaben jeder Däne und jede Dänin durchschnittlich 2.562 Kronen für Bio-Lebensmittel aus, das sind ziemlich genau 344,50 Euro.

„Die vorläufigen Zahlen für 2020 deuten auch auf ein weiteres Wachstum von 15 Prozent in einem Coronajahr hin, in dem viele zu Hause mehr gegessen und sogar mehr gekauft haben“, erklärt Kirsten Lund Jensen, Leiterin Ökologie bei der Organisation Danish Agriculture and Food Council, erklärt die Situation auf dem Lebensmittelmarkt in Dänemark.

Das Vertrauen der Verbraucher in das rote Ø-Label („Ø-mærke med teksten Statskontrolleret økologisk”) sei sehr groß, so Lund Jensen weiter.

Der weltweite Umsatz mit Ökologischen Produkten erreichte 2019 790 Milliarden Kronen (rund 106 Mrd. Euro). Eine Steigerung von 72 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.

Die größten Märkte für Bio-Lebensmittel seien die USA und Westeuropa. Aber auch Asien und vor allem China sind auf dem Vormarsch. China ist weltweit der viertgrößte Markt für Öko-Produkte.

Der globale Anstieg erweitert die Exportmöglichkeiten für Dänemark. Das politische Ziel Dänemarks sei es, den Anteil der biologischen Landwirtschaft bis 2030 auf 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Leistung anzuheben. Derzeit liegt dder Anteil laut Agriculture and Food bei 12-13 Prozent.

Weltweit werden nur etwa 1,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche biologisch genutzt. In der EU sind es 8,1 Prozent.

Die wichtigsten dänischen Exportländer sind Deutschland, Schweden, China und die Niederlande.

Das aktuelle Dänemark-Quiz

ap

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