Verkaufsverbot ab April 2027

Für Körper und Geist: England verbietet Energy-Drinks für Kinder unter 16 Jahren

Energydrinks
Energydrinks rauben Forschern und Konsumenten den Schlaf. (Foto: AlienFood / CC BY-SA 4.0)

Die britische Regierung hat ein umfassendes Verkaufsverbot von koffeinhaltigen Energy-Drinks an Kinder unter 16 Jahren in England angekündigt. Diese Maßnahme soll ab April nächsten Jahres in Kraft treten und zielt darauf ab, die körperliche sowie geistige Gesundheit junger Menschen signifikant zu verbessern.

Hochdosierte Energydrinks gehören laut offiziellen Regierungsangaben nicht in die Hände von Kindern. Das geplante Gesetz betrifft alle Getränke mit einem Koffeingehalt von mehr als 150 Milligramm pro Liter, wobei Kaffee und Tee von der Regelung ausgenommen bleiben.

Schätzungen zufolge konsumieren landesweit etwa 100.000 Kinder täglich diese stark aufputschenden Getränke. Besonders betroffen sind dabei Minderjährige aus sozial benachteiligten Haushalten und Regionen, in denen der Konsum überdurchschnittlich hoch ausfällt.

Gesundheitliche Risiken im Fokus

Die Regierung warnt davor, dass der regelmäßige Konsum dieser Getränke zu Angstzuständen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen führen kann. Zudem wird ein Zusammenhang zwischen dem hohen Koffeinkonsum und negativen schulischen Leistungen sowie gesundheitlichen Langzeitfolgen wie Fettleibigkeit gesehen.

Experten weisen darauf hin, dass die Beliebtheit der Drinks massiv durch Online-Influencer und die Präsenz auf Schulhöfen gefördert wird. Mediziner warnen zudem davor, dass ein übermäßiger Verzehr das Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle bei jungen Menschen erhöhen könnte.

Strenge Kontrollen und Bußgelder

Das Verbot gilt künftig für den stationären Handel, für Verkaufsautomaten und auch für den Online-Marktplatz. Einzelhändler sind ab Inkrafttreten der Regelung in der Verantwortung, das Alter der Käufer konsequent zu überprüfen.

Wie der Guardian berichtet, drohen Unternehmen bei Verstößen gegen das neue Gesetz empfindliche Bußgelder. Die Strafe für den illegalen Verkauf an Minderjährige kann bis zu 2.500 Britische Pfund betragen, was umgerechnet etwa 3.000 Euro entspricht.

Unterstützung durch Fachverbände

Die Gesundheitsministerin Sharon Hodgson betonte, dass diese Entscheidung ein klarer Schritt zur Schaffung der gesündesten Generation von Kindern sei. Sie erklärte: „Koffeinhaltige Energydrinks haben in Kinderhänden nichts zu suchen.“

Auch die Organisation Obesity Health Alliance unterstützt das Vorhaben und sieht darin eine vernünftige Maßnahme zum Schutz der Entwicklung. Die breite Öffentlichkeit und medizinische Fachkräfte hatten sich bereits in einer vorangegangenen Konsultation für die Altersbeschränkung ausgesprochen.

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