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„Meine Mutter liebte das Leben und Süßes“

Wales: Der Versuchung widerstanden – Schokoladen-Osterei von 1939 versteigert

Ein sage und schreibe 85 Jahre altes Schokoladen-Osterei, das kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs hergestellt wurde, ist diese Woche versteigert worden. Es wurde einst der neunjährigen Sybil Cook aus Neath in Wales geschenkt – zu Ostern 1939.

Schokoladen-Osterei von 1939 Versteigerung
Schokoladen-Osterei von 1939 für ein kleines Mädchen – zu schade zum Essen. Das Kind auf dem Foto war Sybil Rees, geb. Cook. Sie starb 91-jährig im Jahr 2021. (Foto: Hansons Auctioneers)
Angesichts des drohenden Konflikts soll ihr Onkel der kleinen Sybil damals geraten haben, das Ei zu rationieren und jeden Bissen zu genießen. Doch statt es anzubrechen, hütete das Mädchen den österlichen Schokogruß offenbar wie einen Schatz.

Und zwar für den Rest ihres Lebens – unzerbrochen und ungegessen –, bis Sybil Cook 2021 im Alter von 91 Jahren verstarb. Auf der Schachtel, die mit einer Gartenszene eines kleinen Mädchens mit Gießkanne verziert ist, stehen noch ihr Name und die Jahreszahl 1939, mit Bleistift geschrieben.

Am Dienstag gab nun das Auktionshaus Hansons bekannt, dass das außergewöhnliche Osterei meistbietend an einen Online-Käufer versteigert wurde. Für immerhin 200 Pfund hat es seinen neuen Besitzer gefunden.

“Es könnte sein, dass es bald keine Schokolade mehr gibt“

„Meine Mutter liebte das Leben und Süßes“, teilte Sybils Tochter im Zuge der Versteigerung mit. „Sei vorsichtig damit, mein Mädchen, es könnte sein, dass es bald keine Schokolade mehr gibt“, hatte ihr der Onkel mit auf den Weg gegeben.“ Worte, die offensichtlich Eindruck hinterlassen haben.

„Als wir sie fragten, wie sie es geschafft hatte, das Ei so lange aufzubewahren, sagte sie uns, dass es ihr nicht richtig erschien, es zu essen, nachdem sie es während des ganzen Krieges aufbewahrt hatte“, fuhr die Tochter gegenüber dem Auktionator fort.

„Das Ei war sehr wertvoll für sie“, so die Tochter. „Sie bewahrte es in ihrer Kindheit auf, nahm es mit, als sie 1955 von zu Hause auszog, um zu heiraten. Danach bewahrte sie es 60 Jahre lang in einem Regal in ihrem Schlafzimmer auf.“ Die Hoffnung der Familie war, dass das Ei an ein Museum geht.

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