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Ambitionierte Strategie der Regierung

Schweden will bis 2030 attraktivstes und nachhaltigstes Reiseziel der Welt werden

Mit einer neuen Strategie will die schwedische Regierung langfristige Bedingungen für eine nachhaltige und wachsende Tourismusindustrie schaffen. Erläutert hat die Zielsetzungen am Montag auf einer Pressekonferenz Ibrahim Baylan, Minister für Wirtschaft, Industrie und Innovation.

Ibrahim Baylan Schweden
Ibrahim Baylan, Schwedens Minister für Wirtschaft, Industrie und Innovation, bei der Pressekonferenz. (Quelle: regeringen.se)
Seinen Ausführungen zufolge strebe die Regierung an, Schweden bis 2030 zum „nachhaltigsten und attraktivsten Tourismusziel der Welt zu machen – basierend auf Innovation“. Denn Innovation, so der Minister, könne einen echten „Mehrwert für die Tourismusbranche schaffen“, die nach Corona dringend einen Neustart brauche.

Als Rahmen gab Baylan vor, dass sich Schweden in Zukunft mehr denn je als Vorreiter eines ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Tourismussektors positionieren müsse. Dies würde zu mehr Unternehmertum, Arbeitsplätzen und attraktiven Standorten im ganzen Land beitragen, so die Einschätzung der Regierung.

Eine herausragende Stellung wird in der Strategie dem Naturtourismus zugesprochen, der Schweden in Verbindung mit Städtereisen schon vor der Pandemie hohe Wachstumszahlen garantiert hat.

Eine Konsequenz aus Corona sei, dass die Menschen natürliche und kulturelle Umgebungen zukünftig „in noch größerem Umfang als früher“ besuchen würden, ist sich Schwedens Regierung sicher.

Daher müsse nun strategisch vorgesorgt werden, um die touristische Abnutzung von Naturgebieten zu verhindern. Stichpunkte: Schonung von Nationalparks, nachhaltige Fischerei und Jagd. Und vieles mehr. Schweden scheint einen Plan zu haben – vor allem aber ein lohnendes Ziel, da die Tourismusbranche bereits vor der Pandemie rund 3 Prozent des landesweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachte.

Während der Pandemie gingen die Übernachtungszahlen dann auch hier teils drastisch zurück. Gerade die großen Städte und Grenzgemeinden ächzen seither unter den fehlenden Einnahmen. Erreicht Schweden sein Ziel, bis 2030 global führendes Reiseziel zu sein, dürfte es spätestens dann verschmerzbar sein.

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sh

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