5,6 km langer Standedge-Tunnel in England

Zug-Brand gefährdet historischen Tunnel aus 19. Jahrhundert

Nach einem Brand in einem wichtigen Eisenbahntunnel bleibt der Zugverkehr zwischen West Yorkshire und Manchester in England bis mindestens Donnerstag erheblich beeinträchtigt. Ein Wartungsfahrzeug war am Wochenende im 5,6 Kilometer langen Standedge-Tunnel in Brand geraten und verursachte schwere Schäden an der Infrastruktur.

Bahn Brand Tunnel England
Die Löscharbeiten an dem brennenden Triebwagen waren hoch komplex. (Foto: West Yorkshire Fire and Rescue)

Die Strecke zwischen Marsden bei Huddersfield und Stalybridge ist aufgrund des Vorfalls komplett gesperrt. Der Betreiber TransPennine Express (TPE) bestätigte, dass die Blockade infolge des Feuers am Sonntag notwendig wurde.

Mechanischer Defekt als Brandursache

Laut Network Rail löste ein mechanischer Defekt das Feuer an dem Fahrzeug mitten im Tunnel aus. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, doch die Bergung gestaltet sich als äußerst schwierig.

Der Standedge-Tunnel stammt aus dem 19. Jahrhundert und stellt die Ingenieure vor bauliche Herausforderungen. Wie die BBC berichtet, müssen derzeit die durch die enorme Hitze beschädigten Ziegelsteine aufwendig repariert werden.

Neben der direkten Verbindung sind auch Züge ab Manchester und Liverpool von den Ausfällen betroffen. Experten prüfen aktuell die Statik des historischen Bauwerks, um die Sicherheit für den zukünftigen Betrieb zu gewährleisten.

Umleitungen über das Calder Valley

Um den Reiseverkehr aufrechtzuerhalten, werden viele Züge über das Calder Valley umgeleitet. Diese Umleitungen führen jedoch dazu, dass die Haltestellen Huddersfield und Stalybridge von den Schnellzügen nicht bedient werden können.

Fahrgäste aus Manchester mit Ziel Huddersfield sollen laut TransPennine Express in Dewsbury auf Schienenersatzverkehr umsteigen. Alternativ können Reisende aus Leeds den Umweg über Sheffield nutzen, um an ihr Ziel zu gelangen.

Jason Hamilton, Streckendirektor bei Network Rail, bezeichnete die Situation als große Unannehmlichkeit für die Passagiere. Die Sicherheit müsse jedoch Vorrang haben, weshalb die umfassenden Prüfungen bis zu drei Tage in Anspruch nehmen könnten.

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