Stranger Things macht Háifoss zum Hotspot

Rettungseinsatz am Háifoss: 80 Helfer bergen verletzten Wanderer

Háifoss Wasserfall Stranger Things
Nachdem die Serie Stranger Things über Neujahr ausgestrahlt worden war, stieg die Zahl der Online-Suchanfragen nach „Háifoss“ um 5.000 Prozent. (Foto: Michael Bußmann)
Ein Wanderer hat sich vorgestern am Wasserfall Háifoss im Þjórsárdalur im Süden Islands das Bein gebrochen und einen Großeinsatz ausgelöst. Rund 80 Rettungskräfte waren im Einsatz, darunter ein spezialisiertes Kommunikationsteam und Angehörige einer Spezialeinheit der Bergrettung. Sieben Retter trugen den Verletzten schließlich den Wanderweg hinunter. Das berichtet das Portal mbl.is.

Funklöcher erschwerten den Einsatz

Rettung eines Wanderers in Island
Für den Transport des Wanderers, der sich in Þjórsárdalur ein Bein gebrochen hatte, wurde eine Rettungstrage benötigt. (Foto: Sigurgeir-Rettungsteam)
Das unwegsame Gelände stellte die Einsatzkräfte vor zusätzliche Probleme. „Er befand sich an einem schwer zugänglichen Ort. Es wurde entschieden, zusätzliche Kräfte anzufordern, darunter Angehörige einer Vorauseinheit aus der Hauptstadtregion“, sagte Jón Þór Víglundsson, Sprecher von Landsbjörg, der isländischen Such- und Rettungsorganisation, gegenüber mbl.is.

Da das TETRA-Digitalfunknetz in der Region Funklöcher aufweist, wurde eigens eine spezialisierte Kommunikationseinheit entsandt; eine Rettungsmannschaft aus Hafnarfjörður stellte zusätzlich eine eigene Kommunikationsgruppe bereit. Einige Einsatzkräfte, die zunächst alarmiert worden waren, kehrten um, bevor sie den Einsatzort erreichten — ihre Hilfe wurde nicht mehr benötigt.

Stranger Things macht Háifoss zum Hotspot

Der Einsatz ereignete sich an einem Ort, der künftig noch weit mehr Besucher anziehen dürfte. Die isländische Tourismusbehörde rechnet damit, dass der Háifoss in den kommenden Jahren zu einem der meistbesuchten Ziele des Landes wird. Ausgelöst werden dürfte der Besucheransturm durch die Fernsehserie Stranger Things, in deren Schlussszene der Wasserfall zu sehen ist.

„Ich weiß, dass unsere Leute bei Safetravel das im Blick haben und prüfen, ob Maßnahmen nötig sein könnten, etwa die Installation zusätzlicher Hinweisschilder“, sagte Víglundsson.

Safetravel wird von Landsbjörg betrieben — der isländischen Such- und Rettungsorganisation, die mit über 4.500 Freiwilligen rund um die Uhr im Einsatz ist. Die Plattform informiert Reisende über aktuelle Wetter- und Straßenbedingungen und empfiehlt, vor Ausflügen den geplanten Reiseweg zu hinterlegen.

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