Estlands Außenminister spart nicht an Kritik

Boykott-Aufrufe gegen Netflix: „Mascha und der Bär“ ist Kreml-Propaganda

Netflix Mascha und der Bär Boykott
Szene aus „Mascha und der Bär“. – Ukrainer kündigen ihr Netflix-Abo und rufen zum Boykott auf. (Quelle: Screenshot)
Estlands Außenminister Margus Tsahkna wirft dem Streamingdienst Netflix vor, mit dem Kauf neuer Staffeln der russischen Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ Kreml-Propaganda zu verbreiten.

„Russland führt Krieg nicht nur mit Raketen, sondern auch mit Narrativen. ‚Mascha und der Bär‘ transportiert prokremltreue und militaristische Botschaften über Kinderunterhaltung und normalisiert Russlands Aggression und imperiale Ambitionen“, schrieb Tsahkna in sozialen Medien.

Netflix hatte zuvor die Rechte an zwei weiteren Staffeln der Serie erworben und seinen Lizenzvertrag für frühere Staffeln und Ableger auf mehr als 100 Länder ausgeweitet – eine Entscheidung, die in der Ukraine scharfe Kritik auslöste.

Vergleich mit Nazi-Symbolen

Tsahkna zog einen direkten Vergleich mit nationalsozialistischer Symbolik: „Die Welt würde niemals Kindersendungen tolerieren, die Nazi-Symbole positiv darstellen. Sowjetische Symbole müssen moralisch genauso bewertet werden. Für viele Nationen, darunter Estland, stehen sie für Besatzung, Massenmord, Deportationen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Boykottaufrufe in der Ukraine

Laut RBC-Ukraine begannen Ukrainerinnen und Ukrainer nach Bekanntwerden der Netflix-Entscheidung, in sozialen Medien ihre Abonnements zu kündigen und zum Boykott des Dienstes aufzurufen.

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