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Drastische Maßnahme

Norwegen: Oslo begrenzt Zahl mietbarer E-Roller – und verbietet sie nachts komplett

Für Nutzer sind sie einfach nur der Hit, für Nicht-Nutzer häufig ein nicht minder großes Ärgernis: Die Rede ist von mietbaren E-Rollern, die inzwischen europaweit die Stadtbilder prägen wie kein anderes (neues) Fortbewegungsmittel.

e roller oslo norwegen
Oslo tritt bei E-Rollern auf die Bremse: Zu viele Unfälle sind passiert – vor allem nachts, wenn häufig Alkohol im Spiel ist. (Foto: Michel Grolet)
Auch in Norwegen, speziell der Hauptstadt Oslo, hat man sich die Entwicklung der elektrisch betriebenen Flitzer lange angesehen, um nach reiflicher Analyse der Situation nun hart in die Eisen zu steigen.

Wie die Daily Mail in einem Artikel berichtet, hat die politische Führung Oslos beschlossen, die zuletzt immer größer gewordene Zahl der E-Roller nicht nur zu begrenzen, sondern deren Nutzung in den Nachtstunden sogar komplett zu verbieten.

Grund dafür ist eine massiv angestiegene Zahl von Unfällen, die leider häufig auf den rücksichtslosen Gebrauch der bis zu 20 km/h schnellen Roller zurückzuführen sei, heißt es in Expertenkreisen.

Gerade nachts, wenn dem Vernehmen nach viele Nutzerinnen und Nutzer den praktischen Dienst mit Alkohol im Blut buchen, krache es besonders häufig, vermelden Kliniken und Ärzte in der norwegischen Großstadt.

Dazu zwei Zahlen: Von annähernd 900 zum Teil schweren Unfällen seit Jahresbeginn ist in Oslo im Zusammenhang mit E-Rollern die Rede. Fast 60 Prozent davon geschehen nachts, wenn ja eigentlich viel weniger Verkehrsteilnehmer unterwegs sind, mit denen man kollidieren kann. Es wird also was dran sein an der Sache mit dem Alkohol.

„In unserer Stadt ist eine unhaltbare Situation entstanden, besonders für ältere Menschen, Menschen mit Sehbehinderung oder Rollstuhlfahrer“, teilte der Stadtrat Oslos in einer Begründung mit.

Als Konsequenz wird die Zahl der mietbaren E-Roller im gesamten Stadtbereich von zuletzt 20.000 auf nur noch 8.000 reduziert. Zudem wird die Nutzung in den Nachtstunden von 23.00 bis 05.00 Uhr komplett verboten. Allein in den Sommermonaten könnten so rund 400 Unfälle verhindert werden, lauten offizielle Schätzungen.

Teil der Wahrheit ist auch, dass Oslo bislang eine der höchsten E-Roller-Dichten Europas hatte. Hier kamen zuletzt etwa 200 Stück auf 10.000 Einwohner, was den Verantwortlichen verglichen mit rund 125 in Stockholm oder „nur“ 50 in Berlin offensichtlich zu viel war.

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sh

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