Ziel 2050 in Gefahr

Maritime Energiewende – schnell: Norwegen setzt auf emissionsfreie Schiffe

LH2 Shipping
LH2 Shipping erhält Förderung für zwei Massengutfrachter, die mit Flüssigwasserstoff betrieben werden sollen. Die Illustration zeigt, wie die Schiffe aussehen werden. (Quelle: LH2 Shipping)

Die norwegische Förderagentur Enova stellt 1,3 Milliarden Kronen (rund 120 Millionen Euro) für zehn neue emissionsfreie Schiffe bereit. Sechs Schiffe sollen mit Batterien, zwei mit Wasserstoff und zwei mit Ammoniak betrieben werden. Norwegen hat bereits heute weltweit den höchsten Anteil emissionsfreier Schiffe – doch das Tempo der Umstellung reicht noch nicht.

„Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, müssen alle Sektoren umsteuern, auch die Schifffahrt. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass emissionsfreie Lösungen für die Schifffahrt immer zugänglicher werden“, sagt Klima- und Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen.

Ziel 2050 in Gefahr

Laut dem DNV-Barometer für den grünen Wandel in der Schifffahrt sind von 3.785 Schiffen im norwegischen Inlandsverkehr derzeit nur 112 emissionsfrei – rund drei Prozent. Ein neuer Enova-Bericht zeigt, dass Norwegen mit dem derzeitigen Umstellungstempo sein Ziel, bis 2050 null Treibhausgasemissionen aus dem maritimen Transport zu erreichen, voraussichtlich verfehlen wird.

„Sobald die ersten Lieferketten stehen, wird es für mehr Akteure einfacher, in emissionsfreie Technologie zu investieren“, sagt Enova-Chef Rune Holmen. Zusammen sollen die geförderten Projekte jährliche Einsparungen von mehr als 46.000 Tonnen CO₂ erzielen – entsprechend den Jahresemissionen von rund 18.000 Dieselautos.

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