Weitere Entwicklung ungewiss

Was tut sich da? 400 Erdbeben erschüttern Vulkan Bárðarbunga auf Island

Vulkan Island
Am isländische Vulkan Bárðarbunga (unter dem Gletscher Vatnajökull) hat es am Wochenende ordentlich geruckelt. (Foto: Pierre Markuse / CC BY 2.0)

Am isländischen Vulkan Bárðarbunga wurde eine intensive Serie von rund 400 Erdbeben registriert, die am späten Samstagabend begann. Die isländische Wetterbehörde (IMO) hielt den Luftfahrt-Farbcode auf Gelb (erhöhte Wachsamkeit), da die weitere Entwicklung des Systems ungewiss ist.

Der seismische Schwarm setzte kurz nach 20.00 Uhr am Samstagabend ein und hielt die Region die ganze Nacht über in Atem. Das stärkste Einzelereignis erreichte laut den Messungen der Experten eine Magnitude von 4,8.

Die höchste Intensität der Erschütterungen wurde in den frühen Morgenstunden bis etwa 3.00 Uhr verzeichnet. Inzwischen hat die Frequenz der Beben zwar nachgelassen, doch die Aktivität in dem Gebiet hält weiterhin an.

Die Wetterbehörde stuft den aktuellen Schwarm als eine der stärksten Sequenzen seit der Eruption am Holuhraun in den Jahren 2014 und 2015 ein. Damals sorgte eine massive Spalteneruption für weltweite Aufmerksamkeit in der Fachwelt.

Einordnung der aktuellen Gefahrenlage

Der Farbcode Gelb signalisiert offiziell, dass der Vulkan Anzeichen einer erhöhten Aktivität über dem normalen Hintergrundniveau zeigt. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass ein unmittelbar bevorstehender Ausbruch zu befürchten ist.

Wie der Iceland Monitor berichtet, ist es laut den Wissenschaftlern noch zu früh, um Entwarnung zu geben. Vergleichbare seismische Ereignisse am Bárðarbunga wurden zuletzt im Januar 2025 dokumentiert, was die zyklische Unruhe des Systems unterstreicht. Die Experten überwachen die Daten der Messstationen rund um die Caldera nun rund um die Uhr.

Der Bárðarbunga gehört zu den größten und aktivsten Vulkansystemen auf Island und liegt unter dem Gletschereis des Vatnajökull. Eine Eruption in diesem Bereich könnte erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr und die lokale Infrastruktur haben.

Die Behörden betonen, dass die aktuelle Unsicherheit eine erhöhte Wachsamkeit aller Rettungskräfte und Forscher erfordert. Bisher wurden keine direkten Schäden an Gebäuden oder Verletzungen von Personen aus der Region gemeldet.

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