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Norwegen: „Keine Rassisten in unseren Straßen!“

Gewalt und Festnahmen bei Anti-Islam-Kundgebung in Oslo

In der norwegischen Hauptstadt Oslo ist es am Samstag im Rahmen einer Anti-Islam-Kundgebung zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Oslo Proteste
(Foto: Guido Menato)
Die von der Gruppe Stop Islamization of Norway (SIAN) organisierte Kundgebung musste daraufhin vorzeitig abgebrochen werden.

Laut einem Bericht der Deutschen Welle war es von Anfang an eine aufgeladene Situation, mit der sich die Sicherheitskräfte konfrontiert sahen.

Auf der einen Seite Anhänger der Gruppe SIAN, auf der anderen Seite Gegendemonstranten, die mit Parolen wie „Keine Rassisten in unseren Straßen!“ und lautem Trommeln auf sich aufmerksam gemacht haben sollen.

Zur Eskalation kam es schließlich, nachdem ein weiblicher SIAN-Anhänger vor den Augen von Gegendemonstranten Seiten aus einem mitgeführten Koran gerissen und darauf gespuckt hatte.

In der Folge flogen Fäuste und Eier, wobei sich die Gewalt nicht nur unter den beiden Lagern, sondern auch gegen die Polizei entlud.

Immer wieder sollen vor allem Gegendemonstranten versucht haben, die vorhandenen Polizeibarrikaden zu überwinden und einen Polizeiwagen mit Tritten zu beschädigen.

Die Behörden setzten daraufhin Tränengas und Pfefferspray ein, um die rivalisierenden Gruppen zu trennen. Es folgte die vorzeitige Auflösung der Veranstaltung.

Bilanz: 29 Festnahmen – teils minderjähriger Personen. Ob es Verletzte gab, ist nicht überliefert.

sh

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