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Corona kurios in Norwegen

Flieger 1 Minute zu spät: 158 Passagiere in Quarantäne

Das hätten sich die Passagiere des Fluges SK4700 vom südfranzösischen Nizza nach Oslo in Norwegen sicherlich anders gewünscht: Weil ihr Flieger am Samstag im Zielflughafen exakt eine Minute nach Mitternacht aufsetzte, mussten sich nämlich alle 158 Fluggäste der SAS-Maschine umgehend in eine 10-tägige Quarantäne begeben.

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Kleine Verspätung, große Wirkung: Alle Passagiere von Flug SK4700 sind in 10-tägiger Quarantäne – wegen ein paar Sekunden. (Foto: T. Cleary)
Grund dafür ist, dass die norwegischen Behörden Frankreich nach dem erneuten Anstieg der Corona-Infektionen wieder auf die Rote Liste der reisebeschränkten Länder in Europa aufgenommen haben.

Das hatte die norwegische Regierung am 6. August bekanntgegeben – mit Gültigkeit ab dem 8. August. Also Samstag. Zusammen mit Frankreich betrifft die neue Regelung auch die Tschechische Republik, Monaco und die Schweiz.

Und zwar als Reaktion darauf, dass die Zahl der Covid-19-Infektionen in den genannten Ländern innerhalb eines 14-Tage-Zeitraums über die Schwelle von 20 Fällen je 100.000 Einwohner getreten war.

An Bord der Maschine soll laut einem Bericht bei „The Connexion“ zunächst Applaus aufgebrandet sein, weil man dachte, es rechtzeitig geschafft zu haben. Immerhin war die Maschine neun Minuten vor der ursprünglich anvisierten Zeit.

Aber Elisabeth Johansen vom norwegischen Gesundheitsministerium zeigte sich unerbittlich: „Der Wechsel in die Rote Zone erfolgte für Flugzeuge aus Frankreich exakt ab Mitternacht. Daher mussten sich die Passagiere in Quarantäne begeben.“

Aufzeichnungen bei FlightRadar24 haben ergeben, dass Flug SK4700 exakt eine Minute nach Mitternacht Ortszeit gelandet ist. Daten des Flughafens Oslo sahen die Landung sogar noch ein paar Sekunden früher. Letztlich war beides zu spät.

sh

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