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Regierung werde ungeduldig

Norwegens Ministerpräsident Støre warnt die Stromversorger

Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre warnte, dass die Regierung bereit sei, eine Obergrenze für Zuschläge und Gebühren einzuführen, wenn die Stromunternehmen die Kunden nicht besser über die Vertragsbedingungen informieren würden.

Jonas Gahr Støre Strom Norwegen
Premierminister Jonas Gahr Støre. (Archivbild: Arbeiderpartiet, CC BY-NC 2.0)
Am 1. November mussten die Stromversorger strengere Regeln einhalten. Das Hauptziel waren bessere und zugänglichere Informationen für Stromkunden. Außerdem wurde eine längere Kündigungsfrist bei geänderte Bedingungen eingeführt. Damit soll es einfacher werden, sich über Preise und Stromverträge zu informieren.

Viele Unternehmen haben sich laut Premierminister jedoch noch nicht auf die neuen Regeln eingestellt.

„Wir müssen alle mit ins Boot holen, wenn es uns gelingen soll, gute und transparente Angebote für die Kunden zu machen“, sagte Støre gegenüber der Nachrichtenagentur NTB, wie Haugesunds Avis berichtet.

Er machte deutlich, dass die Regierung ungeduldig werde. Er warnte davor, dass eine weitere Verschärfung der Vorschriften kommen könnte, wenn es keine Verbesserungen gäbe.

„Es gibt skrupellose Marktakteure da draußen, denen es nicht erlaubt sein sollte, Strom zu verkaufen. Diese wenigen zerstören das Vertrauen in die gesamte Branche und erschweren es, Verbraucher in einem ohnehin schon komplizierten System, sich zurechtzufinden. Die wichtigste Maßnahme ist, dass die Verbraucherschutzbehörden auf der Grundlage der geltenden Vorschriften sanktionieren können“, sagt Produktions- und Marketingleiter Toini Løvseth.

Besonders heiß diskutiert wurden variable Stromverträge. Bei diesen Vereinbarungen wird der Preis im Voraus festgelegt und die Vereinbarung ist normalerweise teurer als der Einheitspreis. Laut Verbraucherschutzbehörde steigt der Preis bei einem Anstieg an der Strombörse tendenziell schnell, sinkt aber langsam, wenn der Einheitspreis fällt.

Die norwegische Verbraucherschutzbehörde berichtet dem Ministerium für Kinder und Familien, wie die Stromversorger vorgegangen sind. Dieses Ministerium ist für Verbraucherfragen zuständig. Aufgrund dieser Berichte glaubt Støre, dass die Versorger schnell handeln müssen.

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