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Litauische Filmgeschichte

Restaurierter erster Farbfilm Litauens feiert Weltpremiere in Washington

Am 3. November fand die Weltpremiere des ersten litauischen Farbfilms „Marsch, Marsch, tra-ta-ta!” (Originaltitel: Marš, marš, tra-ta-ta!, 1964) des Regisseurs Raimondas Vabalas in der National Gallery of Art in Washington statt.

Marš, marš! Tra-ta-ta
Szene aus dem Film „Marš, marš, Tra-ta-ta“, 1964. Regisseur Raimondas Vabalas.
Wie die Baltic Times vorgestern berichtete, wurde der Film speziell zu diesem Anlass restauriert.

Der vor 55 Jahren gedrehte Film wurde noch nie im Westen gezeigt, nun feierte er seine Premiere im Rahmen des Festivalprogramms „ABSURDISTAN: Central European Cinema of the Absurd“. Das Programm zeigt Filme aus Mittel- und Osteuropa, die zwischen 1950 und 1989 entstanden.

Die politische Parodie und Groteske „Marsch, Marsch, tra-ta-ta!“ wurde zusammen mit Filmen aus der Ukraine, Rumänien, Polen und Tschechien gezeigt, weiß Baltic Times zu berichten.

Die Fantasy-Komödie spielt im Grenzgebiet zweier erfundener Länder, Centia und Groshia, die mit einander eher schlecht als recht auskommen. Die Liebenden, Zigmas und Jadzė, die jeweils einer anderen Nation angehören, führen eine verbotene Beziehung. Nachts überqueren sie heimlich die Landesgrenzen, um einander zu sehen.

Eines Morgens stürzt der Groshianische Major, Varnalėša, versehentlich durch einen offenen Gullideckel auf der Straße. Auf der Suche nach den Schuldigen kommt er auf das Liebespaar Zigmas und Jadzė, und so beginnt ein militärischer Konflikt zwischen den beiden Ländern.

Kritiker loben den Film als einen frühen Versuch, das totalitäre System der Nachkriegszeit und das Verhalten seiner angepassten Bürger zu dekonstruieren.

Der Film soll bald auch auf dem europäischen Kontinent zu sehen sein.

Der Film in ganzer Länge, ohne Ton in der LRT-Mediathek: Marš, marš, tra-ta-ta!

ap

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