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Ende der Abhängigkeit von Russland

In Litauen entsteht einer der größten Batterieparks der Welt

Bis Ende 2021 wird in Litauen eines der größten Batteriespeichersysteme der Welt entstehen. Dies bestätigte Energieminister Zygimantas Vaiciunas gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Stromnetz Litauen
„Stromnetz“. (Foto: Markus Spiske)
Primäres Ziel des Bauvorhabens, das sich die litauische Regierung rund 100 Millionen Euro kosten lässt, ist eine reibungslose Stromversorgung im Land, sobald es sich vom russisch kontrollierten Netz trennt.

Hintergrund: Bereits 2018 hatten sich die baltischen Staaten und Polen mit der Europäischen Kommission darauf verständigt, ihre Stromnetze ab spätestens 2025 an das westeuropäische Netz anzuschließen – und so die gegenwärtige Abhängigkeit vom russischen Strommarkt zu beenden.

Litauen baut für die mit dem Wechsel einhergehende Übergangsphase einen Batteriepark mit einer Speicherkapazität von mindestens 200 Megawattstunden.

„Es wird einer der innovativsten und leistungsstärksten Batterieparks der Welt sein“, teilte Vaiciunas mit.

Doch die Batterien sollen nicht nur als Stabilisator für den Systemübergang dienen, sondern auch als Unterstützung für den sukzessiven Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Litauen.

Der Vorteil: Indem große Batteriespeichersysteme überschüssige Energie aus zum Beispiel Wind- und Solaranlagen aufnehmen und speichern können, werden Kapazitäten für weniger ertragreiche Zeiten frei.

Also solche Zeiten, in denen weniger Sonnenstrahlung oder Windkraft vorhanden sind, als für den flächendeckenden Strombedarf nötig wäre. Dann speist der Batteriepark seine gespeicherte Energie ins System ein – und die Lampen in Litauen brennen weiter.

Die baltische Republik verfolgt das Ziel, ihre Kapazität an erneuerbarem Strom bis 2030 von gegenwärtig etwa 2 auf 4 Gigawatt zu erhöhen.

sh

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