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Hightech aus Lettland

Uni Riga tüftelt an Systemen gegen Asteroiden-Einschläge

Vor ein paar Jahren gab es ja mal eine kurze Hollywood-Phase, in der dem Kinozuschauer die Asteroiden nur so um die Ohren geflogen sind. Begleitet von Monsterwellen und anderen apokalyptischen Begleiterscheinungen.

Anti-Asteroid Technologie Lettland
„Asteroid rast auf die Erde zu.“ (Symbolbild: MasterTux)
Dass es in der Realität nicht soweit kommt, daran forscht laut Euronews aktuell auch ein Startup aus Lettland mit Namen Eventech.

Es setzt sich aus einem Forscherteam der Universität Riga zusammen und ist spezialisiert auf die Entwicklung von Hochpräzisions-Chronoskopen. Apparaturen also, die momentan zur Nachverfolgung von Satelliten-Flugbahnen verwendet werden.

Noch, muss man sagen, denn der nächste Entwicklungsschritt ist bereits in Arbeit. Und dieses Mal geht es um mehr als um Satelliten – nämlich um Asteroiden, die auf Kollisionskurs mit der Erde sein könnten.

Konkret hat Eventech in diesem Jahr von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) folgenden Auftrag erhalten: die Entwicklung von Instrumenten, mit denen Möglichkeiten zur Abwehr bzw. Ablenkung gefährlicher Asteroiden bewertet werden können.

Einen Kandidaten haben internationale Forscher dabei seit Mitte der 1990er auf dem Zettel. Es ist der Asteroid Didymos, etwa 800 Meter im Durchmesser und mit einem Mond im Schlepptau, der noch einmal fast 200 Meter Durchmesser mitbringt.

Kurzum: Es ist ein Tandem, das der Erde Berechnungen zufolge im Jahr 2123 echte Probleme bereiten könnte. Alles noch eine Weile hin, aber eben auch nah genug, um sich damit ernsthaft zu beschäftigen.

Entsprechend beabsichtigt die amerikanische Weltraumorganisation NASA, bereits im Jahr 2022 einen spannenden Versuch zu starten: ein Manöver zur Ablenkung des Asteroiden, das unter der Bezeichnung Double Asteroid Redirection Test (DART) stattfinden wird.

Später, bei einer Folgemission mit Namen HERA, die DART bewerten wird, sollen dann auch die Chronoskope von Eventech am Start sein.

Bis dahin ist noch ein wenig Zeit, etwa sieben Jahre. Aber was ist das schon in Weltraumdimensionen? Die Lichter in den Laboren der Uni Riga, das steht zu vermuten, dürften demnächst ein wenig länger brennen.

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sh

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