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Reiseziele in Lettland

Viel Wald, Moor und Wildtiere: der Kemeri-Nationalpark

Ķemeri Nationalpark Lettland
Auf dem Wanderpfad im Großen Ķemeri Moor – Blick nach Osten.
(Foto: Aivars Kuznecovs, CC BY-ND 2.0)
Zusammenfassung:

  • Der Kemeri-Nationalpark bietet ein breites Spektrum an Freizeitaktivitäten.

  • Auf markierten Routen werden Führungen angeboten, es gibt Nachtwanderungen und beispielsweise Vogelexkursionen.

  • Der Wanderpfad im Kemeri-Moor liefert spektakuläre Impressionen für Naturfotografen.

  • Tierfreunde können mit etwas Glück Biber, Elche, Störche und unzählige Wasservögel beobachten.

Der über 380 Quadratkilometer große Kemeri-Nationalpark wurde im Jahr 1997 gegründet. Er besteht zu 57 Prozent aus Wald, zu 24 Prozent aus Moor/Sumpfland und zu rund 10 Prozent aus Wasser.

Das Reservat eröffnet seinen Besuchern ein weites Feld an möglichen Aktivitäten. Bedeutende Teile des Moorgebietes können auf sicheren Bretterstegen erkundet werden.

Kanu fahren Kemeri
Im Kanu durch die Moorlandschaft. (Foto: Elina Lieltīruma, CC BY-ND 2.0)
Es werden Kanutouren und Wanderungen auf markierten Routen (wahlweise mit Führer) angeboten. Um den Tourismus zu fördern, setzt die Parkverwaltung auch auf eine Reihe von Veranstaltungen – sicherlich ungewöhnlich, aber umso effektiver.

Nachtwanderungen, Vogelexkursionen und Lesungen für Schulkinder sorgen dabei für Abwechslung, Spannung und natürlich auch für Werbung für den Park selbst. Man weiß sich zu verkaufen.

Morgens im Moorland – Kemeri im Video

Topographisch ist das im äußersten Nordwesten Lettlands gelegene Reservat stark von Binnendünen und küstennahen Flachseen geprägt. Der Einfluss der Ostsee, die sich immer in unmittelbarer Nähe befindet, ist allgegenwärtig.

Unzählige Wasservögel nisten in der Region, die bis auf Fischfang und ein wenig Landwirtschaft fast unberührt vom Menschen ist. Dementsprechend hat der Artenschutz in Kemeri generell höchste Priorität, was Flora und Fauna gleichermaßen betrifft.

Fotografieren Kemeri
Fotografieren im Morgenlicht – der Kemeri ist ein Anziehungspunkt für Hobby- sowie Profi-Fotografen. (Foto: Rojs Rozentāls, CC BY-SA 2.0)
Vieles von dem, was hier krabbelt und fliegt, ist nicht nur in Lettland, sondern in ganz Europa selten. Biber, Elche, Spechte, Störche und Wasseramseln sind zu nennen.

Weiter im Landesinneren nimmt der Anteil an Wald- und Moorflächen stetig zu. Spektakulär ist zum Beispiel das Moor Lielais-Kemeru-Tirelis mit seinen kleinen Seen, deren Wasser vor Heilkraft nur so strotzt.

Fast zwangsläufig entwickelte sich der kleine Ort Kemeri, der recht zentral im Nationalpark liegt, bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Kurort, dessen Status und Einfluss in der jüngeren Vergangenheit jedoch rapide abgenommen hat. Angesichts der hervorragenden örtlichen Gegebenheiten ist das eigentlich unverständlich.

Weiterführende Informationen:

Der Wanderpfad im Ķemeri Moor ist sehr beliebt bei Wanderern und Spaziergängern. Für kleinere Touren gibt es eine Kurzstrecke von etwa anderthalb Kilometern. Wer die große Schleife in Angriff nimmt (ca. 3,5 Kilometer), erhält als Dankeschön von einer Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über große Teile der Moorlandschaft.

Die Vorzüge des Wanderpfades haben sich zudem unter Naturfotografen herumgesprochen. Es ist einer der beliebtesten Orte für spektakuläre Aufnahmen – und zwar zu jeder Jahreszeit.

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sh

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