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Erst versprochen, dann gebrochen

100 Jahre lettisch-sowjetisches Friedensabkommen

Heute auf den Tag genau vor 100 Jahren kam es zwischen der Sowjetunion und Lettland zu einem Friedensabkommen, das den zwischen beiden Staaten tobenden Unabhängigkeitskrieg beendete.

Anlässlich des Jubiläums treffen heute die Außenminister einiger Nachbarstaaten Lettlands zusammen, darunter Polen, Finnland und Estland. Ferner wird eine neue Ausstellung im Lettischen Kriegsmuseum eingeweiht, die sich mit dem Freiheitsstreben des baltischen Landes auseinandersetzt.


Im Zentrum der Installation steht laut einem Bericht auf LSM.lv besagtes Friedensabkommen, der Friede von Riga vom 11. August 1920. Gezeigt werden soll, dass Werte wie Sicherheit und Freiheit gerade dann bedroht sind, wenn autokratische Systeme das Zepter schwingen.

Da schwingt sicherlich auch ein Seitenhieb auf das heutige Verhältnis zu Russland mit, das von vielen Menschen in Lettland und den anderen baltischen Staaten als bedrohlich angesehen wird.

„Freiheit ist scheinbar eine Selbstverständlichkeit. Und alles, was wir für selbstverständlich halten, verliert irgendwann an Wert“, mahnt in diesem Zusammenhang Māris Zaļeckis. Er ist Historiker am Lettischen Kriegsmuseum.

„Das Friedensabkommen, das eindeutig besagte, dass Russland sämtliche Ansprüche auf lettischem Gebiet aufgibt, wurde 1940 durch die gewaltsame Besetzung Lettlands gebrochen“, erinnert Zaļeckis.

Als Teil der Feierlichkeiten wird das Original des Friedensvertrags vom 12. bis zum 28. August 2020 im Lettischen Nationalen Geschichtsmuseum öffentlich ausgestellt.

sh

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