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Ursache ungeklärt

Island: Alte Holzkirche auf Grímsey komplett abgebrannt

Die vor über 150 Jahren errichtete Holzkirche auf der nordisländischen Insel Grímsey ist einem Bericht des Vísir zufolge am Dienstag dieser Woche bis auf das Fundament abgebrannt. Auch Gegenstände aus dem Inneren konnten scheinbar nicht vor den Flammen gerettet werden.

Grímsey Kriche Brand
Einer der ersten katholischen Bischöfe Islands, Jón Ögmundsson, weihte im 11. Jahrhundert eine Kirche auf Grímsey. Sie war dem Heiligen Olaf, dem Schutzpatron Norwegens, geweiht. Es wurde festgelegt, dass immer zwei Priester in der Kirche sein sollten, die täglich, zu besonderen Anlässen aber auch zweimal am Tag die Messe halten sollten. Heute kommt ein Vikar (Vertretungspfarrer) vom Festland (dem Dorf Dalvík) etwa viermal im Jahr nach Grímsey, um in der Kirche Messe zu halten. Die heutige Kirche wurde 1867 gebaut, hauptsächlich aus Treibholz, das auf die Insel angeschwemmt wurde. (Foto: Jennifer Boyer, CC BY-ND 2.0)
Menschen sollen bei dem Brand zwar glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen sein. Aber auch so ist der Verlust des schönen Gotteshauses für die rund 70 dauerhaften Bewohner der Insel als herber Einschnitt zu bewerten.

Die Miðgarðakirkja, so der isländische Name, ist im Jahr 1867 aus Treibholz errichtet worden. Später folgten dann verschiedene Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Auch um ein paar Meter versetzt hat man die Kirche bereits, 1932 war das, um – welch übler Wink des Schicksals – das Brandrisiko durch mehr Gebäudeabstand zu minimieren. Gebracht hat es leider alles nichts, Grímsey braucht ein neues Gotteshaus.

Zur Brandursache soll es noch keine gesicherten Erkenntnisse geben. Vermutet wird ein Kurzschluss in einem alten Stromkasten. Sonst gäbe es wenig, was für den Brand ursächlich in Frage käme, wird die örtliche Feuerwehr zitiert.

Grímsey Insel Island
Auf Grímsey, der „Perle des Polarkreises“, leben nur rund 70 Menschen – und mehr als eine Million Seevögel. – Die Insel vom Süden aus gesehen. (Foto: Mouser Williams, CC BY-NC-ND 2.0)
Grímsey ist Islands nördlichster Landpunkt. Von hier aus sind es etwa 40 Kilometer zur Hauptinsel. Der nördliche Polarkreis durchschneidet den Nordteil der Insel, was an Ort und Stelle ein Denkmal dokumentiert.

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sh

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