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Reiseziele in Irland

Blarney Castle – Sagenumwobene Sehenswürdigkeit

Blarney Castle ist eine Burg aus dem 15. Jahrhundert, die etwa fünf Kilometer nordwestlich der Stadt Cork zu finden ist. Die Anlage wurde von einem Clan namens MacCarthy errichtet, der damals über Munster herrschte.

Blarney Castle Sehenswürdigkeit
Blarney Castle, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Irlands.
(Foto Sean Munson, CC BY-NC-ND 2.0)

Zwischenzeitlich von den Briten konfisziert, war es schließlich an James Jeffreyes – dem ehemaligen Gouverneur von Cork –, das Gemäuer 1703 zu erwerben und dauerhaft in Familienbesitz zu bringen. Bis heute übrigens. Seine Wehrhaftigkeit muss Blarney Castle schon lange nicht mehr unter Beweis stellen. Stattdessen ist die Burg inzwischen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in ganz Irland.

Blabla in höchster Vollendung: der Blarney-Stein

Ihre große Popularität hat die Anlage zu einem großen Teil der Legende um den Blarney-Stein zu verdanken. Der Blarney Stone ist in etwa 30 Metern Höhe in die Burgmauer eingebaut und soll Menschen durch einen Kuss auf selbigen befähigen, sich einer blumigen, leicht bekömmlichen Sprache zu bedienen. Zurück geht die Legende auf den einstigen Schlossherrn Cormac Teige MacCarthy, der es wohl verstand, mit möglichst vielen Worten auf charmante Weise nichts zu sagen.

Königin Elisabeth I. höchstselbst soll auf seine inhaltsleeren Floskeln mit dem mehrdeutigen Urteil „Alles Blarney!” reagiert haben. Nun ist gar nicht weiter überliefert, ob MacCarthy zu Lebzeiten mit seiner Sprachwahl alles richtig oder alles falsch gemacht hat. Fest steht aber, dass die Phrase „to blarney” inzwischen ein fixer Bestandteil des Englischen ist und so viel wie „Blabla” oder, ein wenig netter, „Schmeichelei” bedeutet.

Woher der Stein genau kommt, ist unklar. Möglicherweise brachten ihn Kreuzritter aus Palästina mit. Eine beliebte Theorie ist auch, dass es sich um ein Teil des schottischen Krönungssteins Royal Stone of Scone handele, den die MacCarthys 1314 erhielten. Auch ist unklar, um welchen Stein es sich genau handelt. Das hindert die zahlreichen Touristen jedoch nicht daran, sich täglich in die Schlange zu stellen, um dem Stein auf dem Rücken liegend einen Kuss aufzudrücken. Vielleicht nicht die schlechteste Idee in diesen Zeiten, die zweifelsfrei auch von steigender Sprachverrohung gekennzeichnet sind.

Und noch ein Mythos: Rock Close

Rock Close Sehenswürdigkeit
Rock Close im Park von Blarney Rock. (Foto Josh Holmes, CC BY-NC 2.0)
Ebenfalls voller Mythen, aber etwas ruhiger gelegen, ist der Rock Close, ein Teil des großen Schlossparks. Hier befand sich zu früheren Zeiten ein druidischer Hain, von dem heute noch bizarre Felsformationen zeugen. So gibt es einen Druidenkreis, eine Elfenlichtung, eine Hexenküche und eine Wunschtreppe: Es heißt, wer die steinerne Treppe rückwärts mit geschlossenen Augen hinuntergeht, bekommt seinen größten Wunsch erfüllt. Aber nicht nur für Fans irisch-gälischer Mythen gehört ein Besuch des Blarney Castles auf alle Fälle zum Pflichtprogramm beim Irland-Urlaub.

sh

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