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Europäische Sprachen

Die alte irische Sprache: Irisch-Gälisch

Die alte keltische Sprache Irisch – auch Irisch-Gälisch genannt – ist auf der Insel zwar Amtssprache, wird allerdings von nur etwa 65.000 bis 75.000 Personen als Erstsprache verwendet. Also von weniger als zwei Prozent der irischen Bevölkerung, die zum Großteil von der zweiten Amtssprache des Landes Gebrauch macht: dem Englischen.

Irische Sprache Gälisch
(Foto Klaus Hausmann)

Deutlich sichtbare Überreste des Irisch-Gälischen

Kulturell mag das bedauerlich sein, aber sprachpraktisch ist der Hauptbezug aufs Englische natürlich ein klarer Pluspunkt. Vor allem, weil es die Kommunikation gegenüber dem schwer zu verstehenden Irisch-Gälisch enorm erleichtert – gerade auch für Touristen. Dennoch finden sich Spuren der Sprache in vielen Bereichen des öffentlichen und politischen Lebens. Beispielsweise auf Straßen- und Hinweisschildern, wo sich als Ergänzung zum englischen Hauptbegriff häufig noch die irisch-gälische Übersetzung findet.

Ähnlich verhält es sich mit prägenden irischen Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel dem Landesnamen selbst. Éire steht hier auf einer Stufe mit Ireland. Oder der schöne Begriff Garda Síochána, der „Hüter des Friedens“ bedeutet und in der Kurzform „Garda“ fest im Englischen verankert ist.

Gaeltacht: Wo Iren noch wie wahre Iren sprechen

Wer als Besucher des Landes in den Genuss kommen will, das gute, alte Irisch noch in seiner Reinform aufs Ohr zu bekommen, sollte sich in den als Gaeltacht bezeichneten Regionen aufhalten. Also jenem Teil Irlands, wo Gälisch bis heute die vorherrschende Sprache ist. Die betreffenden Gegenden befinden sich größtenteils im Westen des Landes – vornehmlich in den Grafschaften Donegal, Galway, Kerry, Cork und Mayo. Die hier lebenden Menschen sind des Irisch-Gälischen nicht nur mächtig, sondern verwenden die Sprache im alltäglichen Leben. Ein Genuss!

sh

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