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Vielsagend nichts sagend

Kreml droht Finnland wegen möglichem NATO-Beitritt: „Alle wissen, wohin das führt!“

Der Kreml hat diesen Mittwoch seine Warnungen bezüglich eines möglichen NATO-Beitritts von Finnland bekräftigt. Und zwar just an dem Tag, an dem finnische Abgeordnete die Debatte über einen Anschluss an das westliche Militärbündnis offiziell eröffnet haben.

Nato Finnland Russland
Russlands Drohung an Finnland kommt just an dem Tag, an dem finnische Abgeordnete die Debatte über einen Beitritt zum westlichen Militärbündnis offiziell eröffnet haben.
(Grafik: JaneUK / depositphotos.com)
Überbringerin der toxischen Botschaft war diesmal Maria Zacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums: „Wir haben alle unsere Warnungen ausgesprochen, sowohl öffentlich als auch bilateral. Alle wissen, wohin das führen wird.“

Da mögliche Konsequenzen im Falle eines finnischen NATO-Beitritts einmal mehr ungenannt blieben, darf nun also weiter spekuliert werden, was der Kreml im Fall der Fälle genau im Schilde führt. Das verbale Aufrüsten hat jedenfalls längst begonnen, es ist nicht zu überhören.

Dabei trägt Russland selbst die Schuld daran, dass Finnland immer lauter (und immer schneller) über eine NATO-Mitgliedschaft nachdenkt. Stein des Anstoßes war und ist natürlich Russlands Überfall auf die Ukraine Ende Februar – Putins in Blut und Zynismus getränkte Spezialoperation.

Jüngste Umfragen zeigen, dass eine wachsende Mehrheit der finnischen Bürgerinnen und Bürger einen NATO-Beitritt ihrer Heimat befürwortet. Das zeigt, dass das ohnehin belastete Verhältnis zu Russland inzwischen auf nichts mehr als purem Misstrauen basiert.

Zum Vergleich: Schon Mitte März gaben bei einer Umfrage zum Thema NATO rekordverdächtige 62 Prozent der Finninnen und Finnen an, einen Beitritt zu befürworten. Bei einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2017 waren es noch etwa 20 Prozent. Ein Wert, der dank Putin für immer Geschichte sein dürfte.

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