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Beunruhigendes Forschungsergebnis

Große Mengen Mikroplastik in Gewässern Lapplands nachgewiesen

Im Rahmen eines von der gemeinnützigen Organisation Snowchange Cooperative geleiteten Forschungsprojektes konnten erhebliche Mengen von Mikroplastik in Lappland nachgewiesen werden.

Lappland Mikroplastik
Die Forscherin Emilia Uurasjärvi nimmt Proben aus dem Silisjoki-Delta im Fluss Näätämö.
(Foto: Tero Mustonen)
Untersucht wurden der Fluss Näätämöjoki und der Inari-See hoch im Norden Finnlands. Ziel des Projekts war es, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässerqualität in der Region zu erfassen.

Projektleiter Professor Tero Mustonen zum Sachstand: „Die Ergebnisse aus dem Inari-See zeigen, dass dort genauso viel Mikroplastik vorhanden ist wie in einigen Seen in Südfinnland.“

Aus der Untersuchung gehe zudem hervor, dass das nachgewiesene Mikroplastik aus Plastiktüten, Seilen und Fasern stamme – also aus Verbraucherartikeln von Menschen.

Das Beunruhigende daran: Die neuesten Proben wurden einem Bericht des Barents Observers zufolge aus absolut entlegener Wildnis entnommen.

Also aus Gebieten, die eigentlich keinerlei Nähe zu menschlichem Leben und Konsum aufweisen. Hier gibt es weder Hütten noch Wohngebiete oder Tourismusbetriebe. Und damit nichts, was eine derart hohe Konzentration von Mikroplastik rechtfertigen würde.

Laut Mustonen könne dennoch viel getan werden, um die Anhäufung von Mikroplastik in der „Atmosphäre“ zu verlangsamen. „Konkrete Schritte sind, dass die Menschen jedes Mal, wenn sie in der Natur Plastik finden, dieses aufheben und entsorgen sollten.“

Entsprechende Gespräche mit den Gemeindeverwaltern Lapplands würden bereits stattfinden, sagt Mustonen. Man habe die handelnden Personen ermutigt, den Kampf gegen Mikroplastik zu verstärken.

Ein Aspekt kann dabei die Fischerei sein, bei der Plastik eine ganz wesentliche Rolle spielt. Beispielsweise bei Angelschnüren und Fangnetzen. Gingen Letztere verloren (sogenannte Geisternetze), würden sie mit der Zeit zermahlen, was wiederum als Mikroplastik in der lokalen Fischpopulation enden könne, beschreibt Mustonen einen der problematischen Kreisläufe.

Ein weiterer sei möglicherweise die Rentierhaltung, in der oft Futter aus Plastiksäcken zum Einsatz käme. Auch hier müsse in Zukunft mehr darauf geachtet werden, möglichst auf andere Verpackungsmaterialien umzusteigen – oder zumindest die geleerten Plastiksäcke sachgerecht zu entsorgen.

Leider ist das längst nicht alles, was mit Blick auf Plastik gerade falsch läuft auf der Erde. Hier noch der Hinweise auf die Webseite der Organisation Snowchange Cooperative.

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sh

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