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Alkoholverkauf in Finnland

Finnland: Gesetz zur Zulassung stärkerer Alkoholgetränke in Supermärkten macht Fortschritte

Nach teils heftigen Debatten stimmte das finnische Parlament am Freitag für eine Änderung des Alkoholgesetzes. Das berichtet heute das Nachrichtenportal Yle.

Alko Finnland
In einer Alko-Filiale in Finnland. (Foto: Colin Whittaker, CC BY-NC 2.0)
In einer ersten Abstimmung entschied das Parlament mit 95-78 Stimmen, dass der Vorschlag der Regierung, stärkere alkoholische Getränke in Lebensmittelgeschäften einzuführen, weiter verfolgt werden soll, wobei 26 Abgeordnete nicht anwesend waren. Das Gesetz sieht vor, dass stärkere Biere, Apfelweine und Weine in Lebensmittelläden verkauft werden.

Der parlamentarische Ausschuss für soziale Angelegenheiten und Gesundheit empfahl den Abgeordneten, den Vorschlag abzulehnen. Daher kam es zunächst zu einer hitzigen Debatte um den Gesetzesentwurf.

Bei der heutigen Abstimmung im Plenum wurde die Ablehnung des Ausschusses für soziale Angelegenheiten und Gesundheit überstimmt, schreibt Yle.

Das bedeutet, dass der Vorschlag nun an den Großen Ausschuss weitergeleitet wird, wo er voraussichtlich nächsten Mittwoch zügig behandelt wird. Die Regierungsparteien verfügen im Ausschuss über eine 14-11-Mehrheit, so dass der Gesetzentwurf auch dann angenommen werden dürfte.

Das Gesetz wird dann zur endgültigen Verabschiedung ins Parlament zurückkehren.

Der Alkoholverkauf in Finnland

Gegenwärtig gilt für Getränke, die in Geschäften und Supermärkten verkauft werden, eine Alkoholgrenze von 5,5 Prozent, wobei die Art des Getränkes unerheblich ist. Nach dem Vorschlag der Regierung sollen Longdrinks mit mehr als 5,5 Volumenprozent in Zukunft jedoch weiterhin nur in staatlichen Alko-Verkaufsstellen erhältlich sein.

Alko ist ein staatseigenes Unternhemen mit einer Exklusivlizenz zum Verkauf von Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 5,5 Volumenprozent verfügt – vergleichbar mit Norwegens Vinmonopolet oder dem schwedischen Systembolaget.

In einem am Freitag veröffentlichten Bericht hat die FCG (Finnish Consulting Group) errechnet, dass Alkohol bei 22 Prozent der vermeidbaren Todesfälle in Finnland eine Rolle spielen soll.

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