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„This Rain Will Never Stop“

Lettische Co-Produktion räumt beim goEast-Festival die Goldene Lilie ab

Die lettische Co-Produktion „This Rain Will Never Stop“ erhielt beim diesjährigen goEast-Festival den Hauptpreis – die Goldene Lilie. Das teilte die Jury am gestrigen Freitag mit, nachdem bei der in Mittel- und Osteuropa hoch angesehenen Kulturveranstaltung insgesamt 16 Filme in der Endauswahl gestanden hatten.

This Rain Will Never Stop Film
Szene aus dem prämierten Film „This Rain Will Never Stop“. (Screenshot Trailer)
Das preisgekrönte Filmprojekt wurde unter der Regie der Ukrainerin Alina Gorlova mit finanziellen und filmischen Mitteln aus Lettland, Deutschland, Katar und der Ukraine realisiert. Die Filmpremiere in Lettland ist nun für den Herbst geplant. Hoffentlich spielt Kulturschreck Corona dabei mit.

Regisseurin Gorlova äußerte sich nach der Preisverleihung hoch zufrieden und hob die Rolle Lettlands am Zustandekommen des Filmprojektes hervor: „Ich freue mich sehr auf die Premiere in Lettland, denn nach der Ukraine war es das erste Land, das unsere Idee unterstützt hat.“

Der Dokumentarfilm „This Rain Will Never Stop“ hat den auf 10.000 Euro dotierten Hauptpreis gewonnen, weil es dem Streifen der Jury zufolge gelungen ist, zwei unterschiedliche Konfliktwelten „äußerlich stoisch und voller Empathie“ aus dem Blickwinkel eines männlichen Zeitzeugen zu verdichten.

In aller Kürze: Konfliktwelt 1 ist Syrien, Konfliktwelt 2 ist der Donbass. Und Protagonist ist Andriy Suleyman, der sich als 20-jähriger freiwillig zu einer Hilfsmission des Roten Kreuzes in der Ostukraine gemeldet hat.

Jahre zuvor war er mit seiner Familie aus Syrien geflohen, wo Andriy bis ins Jugendalter lebte. Nun also die bewusste Entscheidung, in einem anderen Krieg als Freiwilliger Leid zu lindern, was bewundernswert ist und auch tröstlich.

Im Kern aber verdeutlicht der Film, dass da ein junger Mann vom Krieg und seinen Auswirkungen verfolgt wird. Ein Leben im Ausnahmezustand, das für Andriy zur Regel wird – und das in seinen Blütejahren. Beschissener Krieg.

Regisseurin Gorlova gelingt es, mithilfe experimenteller Schwarzweißbilder von einer im Kampf befindlichen Gesellschaft durch das dokumentarische Portrait Andriy Suleymans zu geleiten. „Feinsinnig und bewegend“, schreibt goEast in einer Einleitung zu dem Film.

Immerhin konnten bei der 21. Ausgabe des vom DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) in Wiesbaden veranstalteten goEast einige Formate im nicht-digitalen Raum stattfinden. Natürlich unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen, schreiben die Verantwortlichen. Insgesamt waren 92 Festivalfilme aus 38 Ländern angetreten, darunter 32 Deutschland- und zwei Weltpremieren.

Trailer zum Film

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sh

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