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Nachts bei -30 Grad im Wald

Estland: Junge Frau hat Hälfte ihrer Wanderung geschafft – nach 300 Kilometern

Wer solche Ideen hat, kommt ins Fernsehen: Am Donnerstag war die junge Estin Heleri Hanko zum Interview in die ETV-Morgensendung „Terevisioon“ geladen. Der Grund: Sie ist gerade dabei, eine rund 600 Kilometer lange Wanderung durch ihr Heimatland hinter sich zu bringen.

Junge Frau Wanderung Estland
(Screenshot des Instagram-Accounts von Heleri Hanko, wo die Wanderung in Bildern dokumentiert ist.)
300 davon hat sie bereits geschafft, weshalb es höchste Zeit wurde für das Halbzeitinterview, wie es in der Fußballsprache heißt. Bereits zwei Wochen sei sie unterwegs, sagte Hako den staunenden Medienvertretern.

Ihr größter Gegner bislang? „Eindeutig die extremen Wetterbedingungen“, antwortete Hanko und erzählte, sie habe eine Nacht bei fast -30 Grad im Freien verbracht. „Das war aber nicht so schlimm wie nass-kaltes Wetter“, weshalb ihr beim Warten auf den Bus in Tallinn schon kälter als in jener Nacht im estnischen Wald gewesen sei. „Das ging noch.“

Mit den Planungen für die Extremwanderung begann Hanko laut ERR.ee bereits im September. Allerdings sei da noch nicht mit den extremen Wintertemperaturen zu rechnen gewesen, die es zuletzt in Estland gab. „Ich habe damit leider keine Erfahrungen“, gesteht sie und ist dennoch froh, wegen der Kälte „noch nicht in einer Pfütze aufgewacht“ zu sein.

Eine fixe Idee war das mit der Wanderung aber nicht, da Hanko im Sommer bereits über 800 Kilometer durch Estland marschiert ist. Der Vergleich? „Beim Wandern auf Straßen und staubigen Wegen waren meine Füße viel müder als jetzt“, sagte sie. „Schnee ist einfach besser.“

Ihre Ziele für die nächsten zwei Wochen? „Definitiv mehr Tiere sehen, einen Wolf zum Beispiel oder einen Luchs.“ Aber vom Vogelgesang aufzuwachen, sei auch jedes Mal schön.

Mit ein wenig Vorbereitung könne übrigens jeder halbwegs fitte Mensch so eine Wanderung unternehmen, ist sich Hanko sicher. Sie wolle andere mit ihrer Aktion inspirieren, es auch einmal zu probieren. Respekt und Anerkennung dafür!

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sh

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