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Fast 55.000 Neuinfektionen pro Tag

UK: Regierung entscheidet sich gegen massenhafte Corona-Impfung von Jugendlichen

Nun, da rund zwei Drittel der britischen Erwachsenen komplett gegen Corona geimpft sind, geraten verständlicherweise die jungen Altersgruppen in den Fokus. Impfen – oder nicht impfen, das ist hier die Frage.

corona jugendliche
Alles easy mit Corona? Bleibt zu hoffen. (Foto: Helena Lopes)
An diesem Wochenende wurde nun bekannt, dass sich die britische Regierung wohl gegen die massenhafte Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren aussprechen wird. Das berichtet Reuters unter Verweis auf unterschiedliche Quellen.

Besonders brisant ist der Sachverhalt deshalb, weil in UK die Zahl der Corona-Infektionen wieder auf gut 55.000 Fälle pro Tag in die Höhe geschossen ist. Es sind die höchsten Tageswerte seit einem halben Jahr.

Ungeachtet dessen will Premierminister Boris Johnson an seinem Plan festhalten, ab dem morgigen Montag (19. Juli) sämtliche Corona-Auflagen fallen zu lassen. Es liegt dann ausschließlich in der Hand der Bürgerinnen und Bürger, sich angemessen vorsichtig zu verhalten.

Ein heikles Unterfangen, kommentieren Gesundheitsexperten auf der Insel den gewagten Schritt des Premiers. Denn gerade in den jungen Altersgruppen könne das Virus dann nahezu ungebremst zirkulieren. Zwar überwiegend harmlos, aber zu einem gewissen Prozentsatz eben auch nicht. Mögliche Langzeitfolgen? Wer weiß das schon?

Schräg ist die Lage in Großbritannien deshalb, weil auf der anderen Seite der Faktor Vorsicht als Hauptgrund gegen eine umfassende Impfaktion unter Jugendlichen angeführt wird.

So wird berichtet, der Regierungsbeschluss sei auf eine Empfehlung des Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI) zurückzuführen. Hierin heißt es dem Vernehmen nach, man müsse erst noch weitere Erkenntnisse über mögliche Impfrisiken im Jugendalter gewinnen, um ein entsprechendes Programm in die Fläche auszurollen.

Immerhin: Ausnahmen soll es geben, vor allem für Jugendliche mit Vorerkrankungen oder Eltern, die eine solche in sich tragen. Das Thema bleibe natürlich „auf dem Prüfstand“, teilte das JCVI in einem Statement mit.

Unterdessen steigen die Corona-Zahlen in UK womöglich munter weiter, was in der Denkart von Boris Johnson nicht weiter tragisch ist. Denn die Verbindung von COVID-19-Infektionen zu schweren Krankheitsverläufen und hohen Todeszahlen sei durch den Erfolg der Impfkampagne im Erwachsenenalter weitgehend gekappt. Hoffentlich geht das gut.

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sh

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Max K.
Max K.
21. Juli 2021 10:25

„Mögliche Langzeitfolgen“ kennt man auch bei der Impfung nicht…wir werden sehen…