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Fund mit Metalldetektoren

England: mysteriös verziertes Goldsiegel aus dem 13./14. Jahrhundert entdeckt

Wie BBC-News berichtet, haben Archäologen in der ostenglischen Marktstadt King’s Lynn mithilfe von Metalldetektoren ein mittelalterliches Goldsiegel geborgen, das die Fachwelt erstaunt.

siegel aus gold
Das Fundstück in ganzer Pracht: Goldsiegel mit elefantenartiger Tierdarstellung. (Quelle: Norfolk County Council)
Die Herstellung des Fundstücks wurde von einer Expertin des British Museum inzwischen auf die Zeit zwischen 1250 und 1350 datiert. Der Goldrand ist mit einer lateinischen Phrase verziert, die sinngemäß übersetzt heißt: „Mit einem Schild bewaffnet, ist der geächtete Drache eine Bedrohung.“

Besonders ist das Siegel auch deshalb, weil es in seinem Zentrum eine für die damalige Zeit höchst ungewöhnliche Tierdarstellung in Form eines Elefanten trägt. „Nur die allerwenigsten Menschen im mittelalterlichen England werden die Erfahrung gemacht haben, einen lebenden Elefanten zu sehen“, teilte dazu das British Museum mit.

Daraus folgern die Experten, dass die Gravur durch Augenzeugenberichte von Pilgern oder Kreuzfahrern über Elefanten zustande gekommen sein könnte. Als sicher gilt hingegen, dass der ehemalige Besitzer eine mit Macht und Reichtum ausgestattete Persönlichkeit war.

Über die Einstufung des Siegels als „Schatz“ soll nun am 29. April 2021 im Rahmen einer gerichtsmedizinischen Untersuchung entschieden werden. Das Norwich Castle Museum soll dem Bericht zufolge bereits angekündigt haben, das Fundstück kaufen und ausstellen zu wollen.

Die Siegelmatrix, die 28×22 Millimeter misst, ist für Wachsabdrücke verwendet worden, um beispielsweise Briefe oder Dokumente zu authentifizieren bzw. verschlossen zu halten.

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sh

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