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„Sollten knietief im Wasser stehen“

England: Aktivisten machen bildgewaltige Kanu-Tour – auf ausgetrocknetem Fluss (Video)

Ein Team von Aktivisten hatte die kreative und zugleich schweißtreibende Idee, eine Kanu-Tour auf einem ausgetrockneten Fluss in den Grafschaften Hertfordshire und Bedfordshire zu unternehmen.

Ihr Ziel: Bildgewaltig auf die Notlage des River Ivel aufmerksam machen, indem man das Kanu in die Hand nimmt und es durch das in Teilen völlig ausgetrocknete Flussbett trägt.

Zwar ist nicht überliefert, ob die Aktivisten ihren Plan die kompletten 45 Kilometer durchgehalten haben, die der Kreidefluss mit Seitenarmen lang ist. 10 Tage würde die kräftezehrende Tour so dauern, schreibt die BBC. Früher wäre das anders gewesen.

Richard Meredith-Hardy, einer der Beteiligten, zu der eigenwilligen Tour: „Eigentlich sollten bis zu den Knien in klarem, rauschendem Kreidewasser stehen. Aber es gibt kein Wasser mehr. Alles weg.“

Doch das Austrocknen des Flusses ist nicht dem Klimawandel und der Dürre dieses Sommers geschuldet, wie man zunächst annehmen könnte. Jedenfalls nicht direkt, sondern der viel zu intensiven Trinkwasserentnahme am Oberlauf.

Die Reaktion des regionalen Versorgers auf das Video ist bereits da: Man beabsichtige, den Fluss durch das Einpumpen von Grundwasser aus einem Bohrloch zu „revitalisieren“.

Zudem werde man die Wasserentnahme aus dem Fluss ab 2025 um rund 230 Millionen Liter pro Jahr reduzieren. Vielleicht klappt es dann ja noch einmal mit einer richtigen Kanu-Tour. Also mit Wasser statt Sand und Stein unterm Kiel.

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