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Geringe Impfakzeptanz

Dänemark kauft 1,1 Mio. Biontech-Dosen in Rumänien

Dänemark hat 1,1 Mio. Dosen des Biontech-Impfstoffs von der rumänischen Regierung gekauft, wodurch die Impfungen in Dänemark um zwei bis drei Wochen vorgezogen werden können.

Biontech Impfstoff Dänemark Rumänien
Dänemark kauft Corona-Impfstoff in Rumänien. (Symbolbild)
In einer Pressemitteilung am Dienstagabend sagte der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke, dass das langsame Tempo der Impfung in Rumänien dazu geführt habe, dass das Land über Dosen verfüge, die es nicht verwenden könne.

„Wir können diesen Deal machen, weil Rumänien eine geringe Impfakzeptanz hat und deshalb überschüssige Impfstoffe verkaufen will, die sie nicht verwenden dürfen“, sagte er.

„Mit den aus Rumänien gekauften Impfstoffen können mehr Dänen schnell geimpft werden. Das ist jetzt noch wichtiger, da wir leider die ansteckendere Delta-Variante haben … die sich derzeit in Dänemark und dem Rest der Welt schnell ausbreitet.“

Das Statens Serum Institut (SSI), das für den Einkauf und die Logistik verantwortlich ist, erwartet, dass die ersten Impfstoffe noch in dieser Woche in Dänemark eintreffen können.

Mikael Olai Milhøj, ein Analyst der Danske Bank, schätzt, dass die neuen Impfstoffe die Impfungen für einige Gruppen um zwei bis drei Wochen vorverlegen können.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, der Deal sei „eine wirklich gute Nachricht vor den Sommerferien“.

„Das bedeutet, dass jetzt mehr Dänen schneller geimpft werden können“, fügte sie hinzu. „Ich möchte der rumänischen Regierung für die gute Zusammenarbeit danken, und nicht zuletzt dem Statens Serum Institut und der dänischen Botschaft in Bukarest für ihre effiziente und schnelle Arbeit.“

Außenminister Jeppe Kofod kam der Kritik, dass Dänemark Impfstoffe von einem viel ärmeren Land kaufe, mit dem Hinweis zuvor, dass Dänemark selbst eine beträchtliche Anzahl unbenutzter Impfstoffe verschenkt habe. Genau genommen handelt es sich dabei offiziell um die Leihgabe von 55.000 Impfstoffdosen von AstraZeneca an Schleswig-Holstein, als AstraZeneca wegen einiger Impfungen mit Todesfolge in Verruf geraten war.

„So wie Dänemark regelmäßig überschüssige Impfstoffe an andere Länder gespendet und ausgeliehen hat, ist auch diese Vereinbarung ein starkes Signal der europäischen und internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona“, sagte Kofod in der Erklärung.

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ap

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