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Eis-Endzeitstimmung

Grönland: Größter Eis- und Gletscherverlust seit 12.000 Jahren

Der Klimawandel spricht leider Klartext: Aktuellen Daten zufolge ist Grönland auf dem besten Weg, dieses Jahrhundert mehr Eismasse zu verlieren als in irgendeiner anderen Periode der vergangenen 12.000 Jahre.

Grönland Klimawandel
Tasiilaq, mit rund 2000 Einwohnern die größte Stadt Ostgrönlands. (Foto: Bernd Hildebrandt)
Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die in dieser Woche im Magazin „Nature“ publiziert worden ist. Demnach ist das nördlichste Eisschild der Erde gerade im Begriff, in eine Phase der rapiden Schmelze einzutreten.

Und die Dimensionen, um die es hier geht, sind gewaltig. Sollte es beispielsweise zu einem vollständigen Abschmelzen der nördlichen Eismassen kommen, würde das gebundene Wasser den Meeresspiegel um etwa 7 Meter ansteigen lassen.

Es wäre eine Katastrophe sondergleichen, die Klimaforscher auf der ganzen Welt derzeit als immer wahrscheinlicher ansehen. Daher der eindringliche Aufruf der Fachwelt: drastische Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe. Und zwar schnell. Besser noch: sehr schnell.

Selbst für diejenigen, die einen menschgemachten Einfluss auf das Klima nicht sehen bzw. akzeptieren wollen, hat die Studie etwas Anschauliches im Gepäck.

Sie widerlegt nämlich die Annahme, dass die jüngste Lageverschlechterung in Grönland auf irgendeinen natürlichen Zyklus zurückzuführen sein könnte. Denn: Das derzeitige Abschmelzen sprengt den Daten zufolge in puncto Ausmaß und Tempo alle Höhen und Tiefen, die die geologische Vergangenheit vorzuweisen hat.

„Wir gehen davon aus, dass dieses Jahrhundert im Vergleich zu den vergangenen 12.000 Jahren einzigartig sein wird“, teilte Jason Briner, Glaziologe an der Universität Buffalo und leitender Autor der Studie, in einer Stellungahme mit.

Ein umfassender Bericht zur Studie findet sich im Magazin National Geographic unter nationalgeographic.co.uk (in englischer Sprache).

sh

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