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Ein Amerikaner und mindestens ein Brite ebenfalls tot

Dänischer Staatsbürger stirbt bei Verteidigung der Ukraine – Leichnam in russischem Gewahrsam

Das Verschwinden des jungen Mannes, der mit den ukrainischen Streitkräften als Teil der „Internationalen Legion der Territorialverteidigung der Ukraine“ gegen Russland in der Ukraine kämpfte, wurde am Donnerstagabend auf TV2 bekannt gegeben.

Kriegsopfer Dänemark Ukraine
Borodjanka, Kiewer Oblast, Ukraine. 08. April 2022: Zerstörtes und ausgebranntes russisches Militärfahrzeug. (Symbolbild: Dmitrij Oschhichiin / depositphotos.com)
Nun hat die Familie eines 25-jährigen Dänen bestätigt, dass er in der Ukraine gefallen ist. Das teilte das dänische Außenministerium mit.

„Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen hat die Familie die betreffende Person identifiziert und geht davon aus, dass sie gestorben ist“, erklärte das Außenministerium.

„Die Familie möchte nicht, dass der Name oder Fotos der betreffenden Person veröffentlicht werden, und sie möchte auch nicht von Journalisten kontaktiert werden, worum das Außenministerium die Presse bittet“.

Am Samstag teilte die ukrainische Botschaft in Dänemark über die Zeitung Jyllands Posten mit, dass sie von der Familie eines dänischen Mannes kontaktiert wurde, der im Krieg in der Ukraine getötet worden sein soll.

Die Familie bat um Hilfe bei der Überführung der Leiche des Dänen nach Dänemark. Nach Angaben der Zeitung war der Mann in die Ukraine gereist, nachdem er sich im März bei der ukrainischen Botschaft in Dänemark gemeldet hatte, um sich der internationalen Legion in der Verteidigung gegen Russland anzuschließen.

Nach Angaben von Jyllands Posten war der 25-Jährige vor einigen Jahren Soldat beim Jütländischen Dragonerregiment in Holstebro.

Leichnam in russischem Gewahrsam

Nach Angaben des Zugführers des dänischen Soldaten befindet sich der Leichnam in russischem Besitz.

„Die Russen haben den toten Körper, so dass es für das Außenministerium schwierig ist, den Tod des Mannes zu bestätigen“, sagt TV2-Korrespondent, Rasmus Tantholdt.

Die Familie des dänischen Soldaten wurde von dem dänischen Zugführer in der Ukraine direkt kontaktiert und über den Tod des Familiemmitglieds informiert.

Berichten zufolge kämpfte er in der Stadt Mykolajiw, wo er zu einer Gruppe von acht Soldaten der internationalen ukrainischen Legion gehörte, die in eine Schlacht mit russischen Soldaten gerieten. Sechs von ihnen überlebten nicht. Berichten zufolge befanden sich auch ein Amerikaner und mindestens ein Brite unter den Getöteten.

„Der dänische Soldat soll durch russischen Artilleriebeschuss getötet worden sein“, so Rasmus Tantholdt.

Das Außenministerium erklärte, es könne keine weiteren Informationen zu dem Fall geben, da das Ministerium in persönlichen Angelegenheiten der Schweigepflicht unterliege.

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