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Mit Defibrillator an Bord

Kopenhagen: Bei Herzproblemen kommt demnächst die Drohne

Der schwedische Luft-Lieferdienst Everdrone hat angekündigt, seinen medizinischen Drohnenservice zu internationalisieren.

Defibrillator-Drohne Kopenhagen
(Symbolbild: Tanja-Denise Schantz)
Bislang gibt es den garantiert staufreien Rettungsdienst mit integriertem Defibrillator lediglich im Raum Göteborg (Schweden).

Als nächstes Ziel ist laut einem Bericht aus dem Fachmagazin „Commercial Professional Drone“ nun die dänische Hauptstadt Kopenhagen anvisiert.

Eine entsprechende Vereinbarung mit dem medizinischen Notfalldienst der Großstadt besteht bereits.

Ziel sei es, den potenziell lebensrettenden Drohnendienst in Dänemark im Frühjahr 2021 anlaufen zu lassen, heißt es in der Meldung.

Vorgesehen ist das Projekt im ersten Schritt für gut 100.000 Menschen, die im ländlichen und halbstädtischen Bereich rund um Kopenhagen leben. Also dort, wo die Reaktionszeiten bereifter Notdienste verhältnismäßig lang, häufig zu lang sind.

„In Schweden verläuft das Forschungsprojekt wie geplant“, sagt der leitende Prüfarzt Andreas Claesson vom Zentrum für Wiederbelebungswissenschaft am Karolinska Institutet (KI) in Solna bei Stockholm.

Eine abschließende Bewertung der Durchführbarkeit in Dänemark wird für diesen Herbst erwartet. „Wir glauben jedoch“, so Claesson, „dass in diesem innovativen System enormes Potenzial steckt.“

Das Projekt wird von einem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union (EU) kofinanziert. Scheinbar hat man auch hier erkannt, welchen Stellenwert Drohnen bald in der medizinischen Notfallversorgung spielen könnten.

sh

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