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„Muss die Polizei finden“

Schottland: Inhaftierter Serienkiller deutet weitere, bislang unaufgeklärte Morde an

Der Name Peter Tobin steht in Schottland für das personifizierte Böse. Der zu dreimal lebenslanger Haft verurteilte Serienkiller und Sexualstraftäter sitzt seit 2007 im Hochsicherheitsgefängnis von Edinburgh ein – offiziell wegen mehrerer brutaler Morde, die er im Zeitraum von 1991 bis 2006 begangen hat.

Zudem wird Tobin mit einer Reihe bislang unaufgeklärter Untaten in Verbindung gebracht, die ihm jedoch nie nachgewiesen werden konnten.

So wird er seit Jahren verdächtigt, bereits Ende der 1960er in Glasgow unter dem „Künstlernamen“ Bible John drei Frauenmorde begangen zu haben. Auch das ist leider Teil der monströsen Legende, die Tobin anhaftet.

Die 50-minütige Dokumentation „Peter Tobin (UK’s Worst Serial Killer)“


Aber Tobin ist eben auch Mensch, und als solcher sieht er offenbar aufgrund einer Krebserkrankung seinem Ende entgegen. Ein Umstand, der den mittlerweile 73-Jährigen nun möglicherweise dazu veranlasst hat, hinter Gittern ein wenig in Plauderlaune zu geraten.

Laut einem Bericht des Daily Record soll Tobin unlängst einem Mitgefangenen vom Krankenbett aus ein gruseliges Geständnis abgelegt haben, das sinngemäß so zitiert wird: „Die Polizei hat es nicht geschafft, eine weitere Leiche zu finden, die ich in Schottland vergraben habe.“

Auf die Frage der namentlich nicht genannten Quelle, ob es nicht „moralisch“ an der Zeit sei, das Ganze aufzuklären, soll er dann vielsagend geantwortet haben: „Es ist nicht an mir, der Polizei zu sagen, wo sie sind. Es ist an ihnen, sie zu finden.“

Weiter beschreibt die Quelle Tobin als eine zutiefst uneinsichtige Person, die im Gefängnisalltag sehr zurückgezogen lebe. „Ich dachte, dass er wegen seines nahenden Todes vielleicht Reue empfindet. Aber da ist nichts, nicht ein bisschen davon“, so der Insider.

Bei dem Gespräch soll Tobin auch erzählt haben, aktuell ein Tagebuch zu schreiben, in dem er auf alle seine Verbrechen im Detail eingehen werde. Wenn das stimmt, wird es wohl ein düsterer Nachlass, für den sich neben der Presse vor allem die ermittelnden Behörden brennend interessieren dürften.

Die Polizei vermutet schon lange, dass Tobin weitere junge Frauen gequält und brutal ermordet hat, als Bible John oder wer auch immer. Dem Vernehmen nach soll er Ermittlern gegenüber einst gesagt haben, dass ihm die Familien seiner Opfer „scheißegal“ seien („I couldn’t give a f***!“).

Auch das macht es schwierig zu glauben, dass Tobin noch zu Lebzeiten für Aufklärung sorgen wird. Ähnlich sieht das auch die anonyme Quelle: „Er denkt, er ist jetzt unantastbar für die Polizei. Ich hoffe, dass sie noch einmal mit ihm sprechen, aber er wird wahrscheinlich nichts sagen und über alles lachen.“

Er scheine von solchen Gesprächen einen Kick zu bekommen, sagt der Insider, der – selbst ein verurteilter Straftäter – angab, seit der Unterhaltung mit Tobin unter Albträumen zu leiden.

Tobin ist 1946 als jüngstes von sieben Kindern in der schottischen Kleinstadt Johnstone zur Welt gekommen. Er verbrachte Großteile seiner Kindheit und Jugend in Erziehungsheimen. Zwischen 1969 und 1990 war Tobin dreimal verheiratet. Er soll Vater zweier Kinder sein.

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sh

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