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Party -> Müll -> Ärger

„Dirty camping“ in Schottland: Der Corona-Trend, auf den alle verzichten können

Das Magazin The Courier greift in einem Beitrag einen Trend auf, der in Schottland im vergangenen Jahr für viel Verdruss gesorgt hat: dirty camping – dreckiges Campen also.

Dirty Camping
Wildcamping am Ceannabeinne Beach. (Symbolbild: Jason Parker)
Wie groß das Problem zu sein scheint, zeigt allein die Tatsache, dass „dirty camping“ als Phrase binnen kürzester Zeit einen Platz im schottischen Sprachgebrauch erworben hat. Damit müsse Schluss sein, so der eindringliche Aufruf des Artikels.

Dass das Phänomen ausgerechnet letztes Jahr aufgekommen ist, kann nicht weiter verwundern. Corona schloss vielerorts Kneipen, Bars und Diskotheken. Also mussten andere Locations gefunden werden, um den Hormonen freien Lauf zu lassen. Was blieb also? Die Natur, natürlich.

In der Folge, so schreibt es der Autor des Artikels, habe die „unverantwortliche, ärgerliche und geradezu ekelhafte Angewohnheit“ um sich gegriffen, „für eine Nacht zu campen – oft für eine Party – und den Platz danach wie eine Müllhalde zu hinterlassen“.

Die Rede ist von verlassenen Zelten, Müll, zerbrochenem Glas, liegengelassenen Flaschen. Und das an Orten, die zuvor nur für ihre abgelegene Schönheit bekannt waren. Loch Rannoch und Loch Tummel im Hochland von Perthshire werden genannt. Dazu Balmerino in North Fife und Lunan Bay in Angus.

„Im letzten Frühjahr und Sommer wurden diese und andere Orte Zeugen dieser verantwortungslosen Praxis“, echauffiert sich der Autor weiter. Und auch dieses Jahr, konkret nach Ostern, hätte es wieder Berichte über Camping-Müllhalden gegeben.

Daher kündigt The Courier an, über das Problem des Dirty Campings in den kommenden Wochen intensiv berichten zu wollen. Es sollen Daten gesammelt und veröffentlicht werden, um das Ausmaß des Problems zu erfassen. Und um Druck auf die Politik auszuüben, sich der Sache endlich anzunehmen. In Schottland ist gerade Wahlkampf, was helfen könnte.

„Es geht uns darum, die weltweit gefeierten Landzugangsrechte in Schottland vor den miesen Müllaktionen einer kleinen und nicht repräsentativen Party-Minderheit zu schützen“, so der Autor.

Sonst könne es am Ende genau auf die Beschränkungen und Regelungen hinauslaufen, die nur die wenigsten Menschen wirklich sehen wollten – nämlich auf ein Ende des freien Landzugangs. Um das zu verhindern, „muss das dreckige Campen ein für alle Mal aus unserer Natur verschwinden.“ Dafür gibt es an dieser Stelle Daumen hoch!

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sh

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