Verstrahlt, aber unbedenklich

Pilze tragen noch immer Spuren der Katastrophe von Tschernobyl

Pilze Strahlung Tschernobyl
Laut den zuständigen Behörden sind Wildpilze in Finnland verstrahlt, aber unbedenklich. (Foto: Olli Kilpi)
Auch Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind in finnischen Wildpilzen weiterhin radioaktive Rückstände nachweisbar. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der finnischen Strahlenschutzbehörde STUK, wie der finnische Rundfunk Yle berichet.

Für die Studie analysierten die Experten im vergangenen Jahr 875 Proben aus 60 Pilzarten. Demnach sind die Konzentrationen von radioaktivem Cäsium wie erwartet zurückgegangen, aber noch immer messbar.

10 Prozent über dem Grenzwert

Weniger als zehn Prozent der Proben lagen über dem empfohlenen Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm. Die Belastung variiert jedoch je nach Region und Pilzart. Die höchsten Werte wurden in Kymenlaakso, Pirkanmaa und Päijät-Häme festgestellt – Regionen im Süden von Zentrtalfinnland, sowie im Südosten, die nach dem Unglück von 1986 besonders stark vom radioaktiven Niederschlag betroffen waren.

Nach Angaben der Behörde können Wildpilze in Finnland dennoch weiterhin bedenkenlos gegessen werden. Selbst bei den am stärksten belasteten Arten müsste man rund zwölf Kilogramm verzehren, um eine Strahlendosis zu erreichen, die in etwa einem Flug von Helsinki nach New York entspricht.

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