Betonreste einer Baustelle

200 kg Penis-Skulptur: Norweger findet nach Urlaub „riesigen“ Streich im Garten

Penis Skulptur Norwegen
Der Heimkehrer gut gelaunt neben der Penis-Skulptur. (Foto: privat)

Nach einer zweiwöchigen Reise durch Italien und Österreich kehrten Petter Bjørstad und seine Partnerin in ihr Haus in Trondheim zurück. Statt des erwarteten hohen Grases fanden sie auf ihrem Rasen eine 1,5 Meter hohe Penis-Skulptur aus massivem Beton vor.

Das Kunstwerk war etwa 30 bis 40 Zentimeter tief im Boden verankert, um die nötige Stabilität zu gewährleisten. Der Hausbesitzer reagierte mit Humor auf den Anblick und rief sofort seine Partnerin herbei, um das neue Garten-Accessoire zu begutachten.

Hinter der Aktion steckt Håvard Fjærli, ein langjähriger Freund des Paares, der das Projekt gemeinsam mit seiner kunstinteressierten Tante realisierte. Die Skulptur wurde aus Betonresten einer Baustelle gefertigt und musste wegen ihres Gewichts von 200 Kilogramm mit einem Kran auf einen Anhänger gehoben werden.

Ein Freundschaftsdienst mit Tradition

Interessanterweise erhielt die Gruppe beim Aufstellen der Skulptur unerwartete Hilfe direkt vor Ort. Der Sohn des Hausbesitzers war zu Hause und packte kurzerhand mit an, um das schwere Objekt auf dem Rasen zu platzieren.

Die Beteiligten pflegen seit fast 40 Jahren eine Tradition gegenseitiger Streiche innerhalb ihres Freundeskreises. Håvard Fjærli gestand lachend, dass er nun selbst Angst vor der Rache seiner Freunde habe und seinen nächsten Urlaub wohl geheim halten müsse.

Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, sorgt der Vorfall landesweit für Erheiterung. Der Kunsthistoriker Øivind Lorentz Storm Bjerke von der Universität Oslo begutachtete das Werk und empfahl dem Besitzer scherzhaft, es stehen zu lassen.

Fachliche Expertise zum Beton-Phallus

Der Experte merkte an, dass die Form eher an einen Pilz erinnere und gerade deshalb einen künstlerischen Wert besitze. Er betonte, dass eine rein naturgetreue Darstellung im öffentlichen Raum pervers wirken könne.

„Ich finde, sie hätte mit einer kleinen, solarbetriebenen Fontäne an der Spitze ausgestattet werden sollen“, kommentierte der Kunsthistoriker das Werk mit einem Augenzwinkern. Er wies zudem darauf hin, dass Phallussymbole in der Kunstgeschichte eine lange Tradition haben.

Petter Bjørstad hat derzeit nicht vor, das massive Geschenk von seinem Grundstück zu entfernen. Er erklärte gegenüber den Medien, dass die Skulptur so gut gefertigt sei, dass sie auf absehbare Zeit ein fester Bestandteil seines Gartens bleiben werde.

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