Nähe zu Europa
Kanada, Deutschland und Norwegen schmieden U-Boot-Allianz

Die kanadischen Boote werden baugleich mit jenen sein, die Norwegen und Deutschland bereits bestellt haben. Norwegen erhält seine ersten U-Boote 2029, Deutschland folgt ab 2032, Kanadas erste Boote sollen bis 2035 in Dienst gestellt werden.
Bis zu 24 baugleiche Boote für die Nato
Am Ende des gemeinsamen Vorhabens verfügen die drei Länder zusammen über bis zu 24 baugleiche U-Boote. Das ermögliche eine engere operative Zusammenarbeit und effizientere Ausbildung und senke die Kosten für Wartung und Betrieb, heißt es aus Oslo.
Verteidigungsminister Tore O. Sandvik sprach von der künftig größten Flotte konventioneller U-Boote in der Nato. Sie werde die Fähigkeit des Bündnisses, die Seegebiete im Norden zu überwachen und zu kontrollieren, erheblich stärken.
„Kanada ist ein wichtiger arktischer Partner und Verbündeter, und wir haben übereinstimmende Sicherheitsinteressen im Norden“, sagte Premierminister Jonas Gahr Støre. Kanadas Einstieg in die U-Boot-Kooperation sei der Auftakt zu einer engen strategischen und industriellen Partnerschaft der drei Länder.
Gebaut wird in Kiel und Wismar
Hersteller der Boote ist die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems, die kanadischen Exemplare sollen in Kiel und Wismar entstehen. Norwegische Unternehmen liefern bereits für die norwegischen und deutschen U-Boote zu und sollen auch an den kanadischen Booten beteiligt werden.
Die trilaterale U-Boot-Kooperation war bereits Thema beim Treffen der Regierungschefs im März in Bardufoss. Aus Sicht Oslos unterstreicht Kanadas Entscheidung den Willen des Landes, sich enger an die europäischen Verbündeten zu binden und zur kollektiven Sicherheit in der Nato beizutragen.
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