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Ausdrücklich keine Empfehlung für Hamsterkäufe

Jeder, der wegen Schul- und Kindergarten-Quarantäne zuhause bleibt, bekommt Geld

In Norwegen sind Schulen und Kindergärten wegen des Coronavirus im ganzen Land geschlossen. Eltern, die mit Kindern zu Hause bleiben, haben Anspruch auf eine Art Pflegegeld, verkündete die norwegische Regierung.

Torbjørn Røe Isaksen Corononavirus
Torbjørn Røe Isaksen, Minister für Arbeit und Soziales. (Archivbild: Høyre)
„Wenn Kindergärten und Schulen jetzt schließen, bitten wir alle, flexibel zu sein, und wir hoffen, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor Ort Lösungen finden können, die den besten Traditionen des norwegischen Arbeitslebens entsprechen“, sagt der Minister für Arbeit und Soziales Torbjørn Røe Isaksen (Høyre) in einer Pressemitteilung.

Viele Unternehmen haben oder werden Home Offices einführen, aber wo es keine anderen Lösungen gebe, werde Pflegegeld eine Möglichkeit sein, einen ausgleich zu schaffen, betont Isaksen.

„Eltern haben Anspruch auf Pflegegeld, um bei Kindern zu Hause zu bleiben, wenn Schulen und Kindergärten in dieser außergewöhnlichen Situation schließen“, sagt er.

Pflegegeld wird auch als Krankentagegeld (Sykt Barn-Dager) bezeichnet. Laut Røe Isaksen erwägt die Regierung derzeit eine Anhebung der bezahlten Krankentage. Heute kann jeder Elternteil zehn Tage pro Kalenderjahr weg sein, wenn er ein oder zwei Kinder hat, und 15 Tage, bei drei oder mehr Kindern.

„Die Regierung trägt der Entwicklung Rechnung und erwägt, die Anzahl der Tage, an denen Eltern zu Hause bleiben können, zu verlängern“, sagt er.

Gestern hat die Regierung auf einer Pressekonferenz verkündet, Kindergärten, Schulen und andere Bildungseinrichtungen zu schließen. Außerdem wurde eine Reihe von Maßnahmen präsentiert, die nun zur Eindämmung der Pandemie Anwendung finden.

Maßnahmen gegen das Corononavirus

Dazu gehört z.B. Verbot verschiedener Veranstaltungen und Angebote, bei denen die Besucher keinen Abstand von mindestens einem Meter zu einander einhalten können. Essen darf nicht als Buffet serviert werden.

Die Gesundheitsdirektion hat entschieden, dass Angestellte in Gesundheitsberufen, die bei der Patientenversorgung arbeiten, nicht ins Ausland fahren dürfen. Das Verbot gilt sowohl für Geschäftsreisen als auch für Privatreisen. Kosten werden kompensiert.

Die Gesundheitsdirektion wünscht sich einen möglichst normalen Inlandsverkehr, aber empfiehlt allen dringend, Urlaubsreisen zu vermeiden.

Jeder, der von außerhalb der nordischen Länder nach Norwegen einnreist, sollte 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden, unabhängig davon, ob er Symptome hat oder nicht. Rückwirkend ab 27. Februar.

Ausdrücklich keine Empfehlung für Hamsterkäufe

Der Einzelhandel bleibt offen. Es bestehe keine Notwendigkeit, sich mit Lebensmitteln einzudecken, heißt es in dem Maßnahmenkatalog. Die Lebensmittelgeschäfte bleiben geöffnet.

ap

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