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„Schicksalhafte Zeit für Europa“

Norwegen gebeten, der Ukraine mehr militärische Ausrüstung zu liefern

Norwegen ist gebeten worden, der Ukraine mehr militärische Ausrüstung zu liefern. Bislang hat es das Land mit 2.000 Panzerabwehrwaffen beliefert.

Panzerabwehr Norwegen Ukraine
Panzerabwehrwaffe der Royal Navy im Einsatz.
(Foto: Pepe Hogan, Royal Navy Media Archive / CC BY-NC 2.0)
„Zusammen mit anderen NATO-Ländern haben wir eine große Anzahl von Anfragen dazu erhalten. Die Regierung bewertet dies laufend“, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK.

Støre glaubt, dass der einzige Weg, den Krieg zu beenden, eine politische Lösung ist.

„Eine Verhandlungslösung. Nur so komme man aus dem schrecklichen Krieg heraus“, sagt er zu NRK.

Mitgliedsstaaten an der NATO-Ostflanke, die sich jetzt verwundbar fühlen, müssten Sicherheit bekommen, sagt Støre.

Jeder Mitgliedsstaat und das Bündnis als Ganzes müssen zeigen, dass sie eine glaubwürdige Verteidigung haben, glaubt der Ministerpräsident.

„Dies ist eine schicksalhafte Zeit für Europa, in der wir dafür einstehen und Glaubwürdigkeit zeigen müssen. Aber gleichzeitig auch nach Lösungen für die Konflikte suchen, damit es nicht zu neuem Leid durch Krieg kommt“, sagt er gegenüber NRK.

Als Reaktion auf Russlands Invasion in der Ukraine hat die NATO ihre Verteidigungspläne aktiviert, Teile der Streitkräfte verlegt und 40.000 Soldaten sowie Luft- und Seestreitkräfte an der Ostflanke unter direktes NATO-Kommando gestellt.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nannte die Stärkung der Nato im Osten „gefährlich und destabilisierend“.

„Die Militarisierung Europas gewinnt dank der Bemühungen des Bündnisses an Dynamik“, sagte sie und fügte hinzu, dass die NATO ihre „antirussische Ausrichtung“ bekräftigt habe.

Die Aufrüstung sei weder bedrohlich noch aggressiv, erwidert Støre. Er weist darauf hin, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist, kein Angriffsbündnis.

„Deshalb ziehen wir unsere Kräfte zusammen, die niemanden bedrohen, sondern die NATO-Mitglieder, schützen sollen“, sagt Støre zu NRK.

Ende letzten Monats brach Norwegen mit seiner historischen Tradition von Waffenexporten in Länder abzusehen, die sich im Krieg befinden oder am Rande eines Krieges stehen, um Raketen in die Ukraine zu schicken.

Das Land belieferte die die Ukraine auch mit Schutzwesten und Helmen.

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