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Teure Magnetfeld-Hitze-Kombi

Island: Großes Drohnensterben am Vulkan – Dutzende Abstürze beim Filmen

Wie an dieser Stelle schon mehrfach berichtet, gehen aus Island gerade viele Drohnenvideos um die Welt. Der Grund: genau, der Vulkan. Nun hat das Newsportal Morgunblaðið über eine recht kuriose Begleiterscheinung der Videoflut berichtet: das große isländische Drohnensterben.

Fagradalsfjall Vulkanausbruch
Drohne am Fagradalsfjall-Vulkan. (Fotomontage: Toby Elliott, Jason Blackeye, Nordisch.info)
So soll es laut dem Bericht rund um den Vulkan in den vergangenen Tagen zum Absturz Dutzender Filmdrohnen gekommen sein. Zitiert wird ein in Island namhafter Naturfotograf, der selbst eine seiner Drohnen an die Glut verloren hat.

Dutzende, wenn nicht Hunderte solcher Zwischenfälle hätten sich am Vulkan inzwischen ereignet, schildert er seine Beobachtungen. Viele Drohen würden nach kurzer Taumelphase einfach vom Himmel fallen, heißt es, womit sich in Gelehrtenkreisen zwangsläufig die Frage nach dem Warum stellt.

Drohneningenieur Jón H. Arnarson hat eine plausible Erklärung für das Phänomen: eine für Drohnen ungute Kombination aus Magnetfeld und Hitze.

„Letztlich kann durch das Zusammenspiel beider Komponenten der Kompass der Drohne derart verwirrt werden, dass die GPS-Verbindung abreißt.“ In der Folge würden betroffene Drohnen in einen sogenannten ATTI-Modus wechseln, der wiederum den Piloten von der Flugsteuerung kappt.

Folglich käme es zum unkontrollierten Abdrifteten der Drohne – und entweder bei Akku-Ende oder durch einen hitzebedingt angeschmorten Motorblock zum Sturz in die 1.000 Grad heiße Lava. Exitus.

Daher immer schön gegen den Wind fliegen, sagt der Fachmann, damit die Drohne im Falle einer gekappten Verbindung zumindest noch die Chance hat, mit etwas Schub von hinten zum Piloten zurückzugleiten. Wäre nicht Vulkan, wir hätten es womöglich nie erfahren.

QUIZ

sh

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