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Mit kleinem Sprachführer

Dänische Sprache – Wenn die Kaninchen dich hören

Schriftliches Dänisch ist für Deutsche in der Regel besser zu verstehen als gesprochenes. Wer jedoch mit dem Plattdeutschen oder Niederländischen vertraut ist, wird sicher einige Verwandtschaft erkennen.

Dänische Sprache
„Pass auf – die Kaninchen können dich hören“. Selbst mit dem Erklärungstext wird die Bedeutung des Schildes kaum klarer. (Foto Jacob Bøtter, CC BY 2.0)

Die Sprache variiert innerhalb Dänemarks und es gibt eine Vielzahl an Dialekten. Das liegt besonders an den unterschiedlichen Einflüssen: in Westjütland ist die Sprache eher vom Englischen und Schwedischen beeinflusst, in Südjütland vom Deutschen.

Um die Verständigung muss man sich aber keine Sorgen machen, denn viele Dänen sprechen neben Englisch auch hervorragend Deutsch. Besonders in den touristischeren Gebieten hat man keine Probleme, sich auf Deutsch zu verständigen.

Ähnlich wie in England wird auch in Dänemark fast ausschließlich geduzt. Man sollte dies also keinesfalls als Respektlosigkeit empfinden, es ist vielmehr Ausdruck des dänischen Gemeinschaftsgefühls.

Das dänische Alphabet kennt kein „x“, es ist durch ein „ks“ ersetzt worden. Zusätzliche Buchstaben sind Æ/æ, Ø/ø, Å/å.

Die dänische Sprache gehört zur Familie der Nordgermanischen Sprachen, die wiederum eine Unterfamilie der Germanischen Sprachen ist.

Post vom Amt

Dänisch ist Amtssprache in Dänemark, ohne dass dies rechtlich festgeschrieben wäre. In Grönland ist Dänisch, nach Grönländisch, die zweite Amtssprache, ebenso auf den Färöer Inseln, nach Färöisch.

Auf Island wird Dänisch als Pflichtfach unterrichtet, hat aber 1990 den Status als erste Fremdsprache verloren – Englisch übernahm diese Rolle. In Südschleswig gilt Dänisch offiziell als Regional- und Minderheitensprache.

Dänisch ist außerdem seit 1973 (Beitritt Dänemarks zur EU) offizielle EU-Sprache.

Exkurs

  • Die dänische Sprachkommission Dansk Sprognævn wacht über die dänische Sprache. Die Einrichtung des Kulturministeriums ist u.a. für die Regeln der dänischen Rechtschreibung zuständig. Die Kommission gibt den Retskrivningsordbogen heraus, ein Wörterbuch für die dänische Sprache. Außerdem bietet sie einen kostenlosen Auskunftsdienst an, der Fragen von Behörden und Privatpersonen über die dänische Sprache beantwortet.

  • Das Bokmål-Norwegisch (zu deutsch Buchsprache) ist linguistisch betrachtet ein dänischer Dialekt mit norwegischem einschlag. Die Übereinstimmungen im Wortschatz liegen im Dänischen und Bokmål bei geschätzten über 95 Prozent, bei Dänisch und Schwedisch um 85–90 Prozent.

Kleiner Sprachführer

  • Ja – Ja [ja]
  • Nein – Nej [nei]
  • Hallo – Hej [hei]
  • Vielleicht – Måske [moskeh]
  • Bitte – Vær så venlig [wär so wännli]/Vær så gof [wärs‘ goh]
  • Danke – Tak [tack]
  • Gern geschehen – Det var så lidt [deh war so litt]
  • Entschuldigung – Unskyld [onnsküll]
  • Wie bitte? – Hvad behager? [wa behar]
  • Ich verstehe Sie/dich nicht – Jeg forstår Dem/dig ikke. [jei forstohr dämm igge]
  • Können Sie mir bitte helfen? – Undskyld, kan De hjælpe mig? [onnsküll, kann die jälpe mei]
  • Ich möchte… – Jeg vil gerne… [jei will gärne]
  • Das gefällt mir (nicht). – Det kan jeg (ikke) lide. [deh kann jei (igge) lie]
  • Wie viel kostet es? – Hvad koster det? [wa koster deh]
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