Carlisle in England

Spektakulärer Fund: Perfekte Gold-Armringe bei Bauarbeiten entdeckt – ca. 3.000 Jahre alt

Armring Gold England
Fantastischer Goldfund in England. (Foto: Lothian Relics Metal Detecting)

In der Nähe von Carlisle in England haben Sondengänger einen außergewöhnlichen archäologischen Schatz aus der Bronzezeit entdeckt. Die drei goldenen Armringe, sogenannte Torques, wurden auf einem Gelände gefunden, das derzeit für den Bau eines neuen Umspannwerks der National Grid vorgesehen ist.

Die Entdeckung erfolgte am 23. Mai im Gebiet von Blackford nördlich von Carlisle. Die Sondengänger Alan Daniels und Andy Crammond stießen während einer organisierten Suche auf die wertvollen Artefakte.

Der Heilige Gral der Sondengänger

Alan Daniels beschrieb die goldenen Armreife nach dem Fund voller Begeisterung als den heiligen Gral für jeden Sondengänger. Zuvor hatten die Männer lediglich einige alte Münzen und wertlosen Schrott auf dem Gelände entdeckt.

Die drei Schmuckstücke sind vollständig erhalten und weisen eine markante C-Form mit verdickten Enden auf. Laut Experten wurden diese kostbaren Objekte einst am Oberarm getragen und dienten als Zeichen eines hohen sozialen Status.

Wissenschaftliche Einordnung und Bedeutung

Dr. Jim Morris von der Universität Lancashire bezeichnete den Fund gegenüber Fachmedien als absolut spektakulär. Er betonte, dass der Fund eines kompletten Rings bereits selten sei, drei vollständige Exemplare an einem Ort jedoch eine absolute Rarität darstellten.

Wie die BBC berichtet, vermutet der Experte eine bewusste Deponierung der Ringe im Boden. Dies könnte im Rahmen einer Bestattung oder als Hortfund zur sicheren Verwahrung geschehen sein.

Handelswege und politische Folgen

Der Fund stützt die Theorie, dass Cumbria bereits in der Prähistorie eine wichtige Verbindung nach Irland über die Irische See besaß. Archäologe Dr. Jim Morris sieht den Fluss Eden als eine der zentralen Handelsrouten für wertvolle Materialien in dieser Epoche.

Die Entdeckung führt nun zu politischen Diskussionen über die geplante Nutzung des Geländes für die Energieinfrastruktur. Bürgerinitiativen fordern, das Areal aufgrund seiner historischen Bedeutung unter Schutz zu stellen und den Bau des Umspannwerks zu stoppen.

In einer Stellungnahme erklärte ein Sprecher der National Grid, dass das Unternehmen Expertenbewertungen zum kulturellen Erbe durchführe. Alle verifizierten Funde würden bei der abschließenden Bewertung des Standortes sorgfältig berücksichtigt.

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