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„Es ist nicht okay, gegen die Richtlinien und Empfehlungen zu verstoßen“

Stockholmer Gesundheitschef: „Die dritte Corona-Welle ist da“

Insgesamt 318 Patienten wurden am Mittwoch in Stockholms Krankenhäusern wegen Covid-19 behandelt, 48 davon auf Intensivstationen – ein Anstieg gegenüber 29 Personen zwei Wochen zuvor, schreibt das Nachrichtenportal The Local Sweden.

Johan Bratt 3. Welle
Johan Bratt, Direktor für Gesundheit und medizinische Dienste, Leiter der Abteilung für Patientensicherheit und Notfallvorsorge in der Region Stockholm. (Foto: sll.se)
„Wir haben eine dritte Infektionswelle, sie ist jetzt da“, sagte der amtierende Leiter des Gesundheitswesens Johan Bratt auf einer Pressekonferenz.

Seit drei Wochen in Folge sei die Zahl der neuen Fälle um rund 25 Prozent gestiegen. Letzte Woche wurden insgesamt 6.336 neue Corona-Fälle gemeldet, gegenüber 3.225 neuen Fällen drei Wochen zuvor.

„Je mehr Kontakte wir haben, desto mehr Menschen werden infiziert. Das absolut Wichtigste, was man jetzt tun kann, ist, ständig alle Formen von Menschenansammlungen zu meiden und weiterhin in allen Umgebungen Abstand zu halten“, sagte Bratt.

„Es ist nicht okay, gegen die Richtlinien und Empfehlungen zu verstoßen. Diejenigen, die das tun, riskieren nicht nur ihr Leben und ihre Gesundheit, sondern auch die aller, denen sie begegnen. Jede Abweichung von den Empfehlungen bringt ein erhöhtes Risiko für die Verbreitung der Infektion, für einen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung und für eine erhöhte Sterblichkeit mit sich.“

Bratt äußerte sich auch zur Impfquote in Stockholm, wo sie von allen 21 Regionen Schwedens am niedrigesten ist.

„Der Mangel an Impfstoff ist der Hauptgrund, der das Tempo der Impfung in der Region begrenzt“, sagte er. „Es ist unzumutbar, dass den betroffenen Einwohnern nicht gesagt werden kann, wann sie den Impfstoff bekommen.“

Er sagte, dass die Region ab nächster Woche Informationen darüber verschicken werde, wie ältere Stockholmer die Impfung erhalten können, wobei die über 80-Jährigen zuerst zur Impfung aufgerufen werden und alle, die zu dieser Altersgruppe gehören, in den nächsten zwei Wochen einen Brief erhalten sollen.

Menschen im Alter von 70-79 Jahren werden voraussichtlich ab dem 29. März geimpft werden, aber das hängt davon ab, ob die Impfstofflieferungen nach Plan verliefen, sagte Bratt. Er fügte hinzu, dass er hoffe, die Informationen für 65-69-Jährige und andere priorisierte Gruppen bald vorlegen zu können, dies sei noch nicht möglich.

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ap

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