Wunderbare Aufnahmen aus Estland
Plötzlich toben drei Bärenjunge im Garten – noch niedlich und friedlich (Video)

In einem Bauernhof im estnischen Landkreis Harju wurden am vergangenen Samstag drei Bärenjunge dabei gefilmt, wie sie völlig unbeeindruckt von der Anwesenheit der Bewohner im Garten spielten. Die Tiere zeigten sich trotz der Versuche der Bewohner, sie durch laute Rufe zu vertreiben, äußerst neugierig und verspielt.
Das Video, das von einem Mitglied des Jagdvereins Ardu aufgenommen wurde, zeigt die Jungtiere bei ihrer Erkundungstour im Dorf Vanamõisa. Die Mutter der drei Bären war während der gesamten Zeit nirgends zu sehen, was die Situation für die Beobachter besonders ungewöhnlich machte.
Die Aufnahmen wurden später auf der Facebook-Seite der Estnischen Jägergesellschaft geteilt und verbreiteten sich schnell. Experten betonten dabei, dass die Bärenjungen eher neugierig als aggressiv wirkten, während sie das Privatgrundstück untersuchten.
Wachsende Bärenpopulation in Estland
Laut dem Zoologen Tiit Maran haben die Wurfgrößen der Bären in den letzten Jahren in Estland deutlich zugenommen. Während vor einem Jahrzehnt Muttertiere meist nur ein oder zwei Junge führten, zeigen aktuelle Wildkameras immer häufiger Familien mit drei oder sogar vier Jungtieren.
Diese Entwicklung führt dazu, dass Begegnungen zwischen Menschen und Wildtieren in ländlichen Regionen des Landes wahrscheinlicher werden. Wie das Portal ERR News (hier geht es zum Video) berichtet, wächst die Population laut Schätzungen der Jäger jährlich um etwa fünf bis zehn Prozent.
Tiit Maran erklärte dazu: „Obwohl Estlands Bärenpopulation im Umgang mit Menschen im Allgemeinen friedlich ist, hat sich das beobachtete Verhalten beider Arten weiterentwickelt.“ Er warnt zudem davor, dass häufigere Kontakte das Risiko für negative Zwischenfälle erhöhen könnten.
Sicherheitshinweise für Waldgänger
Die Umweltbehörde stellte klar, dass Braunbären in Estland normalerweise kein Interesse daran haben, Menschen anzugreifen. Wenn ein Bär sich aufrichtet oder einen Scheinangriff startet, versucht er meist nur, die Situation einzuschätzen oder eine vermeintliche Bedrohung zu verschrecken.
Um sicherzugehen, sollten Wanderer im Wald durch Geräusche auf sich aufmerksam machen und nach Spuren oder Krallenabdrücken Ausschau halten. Hunde sollten grundsätzlich angeleint bleiben, da Bären den Kontakt zum Menschen unter normalen Umständen lieber vermeiden.
Beim Sichten von Bärenjungen ist besondere Vorsicht geboten, da die Mutter meist in unmittelbarer Nähe ist. In solchen Fällen ist es ratsam, sich langsam und ruhig zurückzuziehen, um das Muttertier nicht zu provozieren.
https://www.nordisch.info/laenderwissen/geographie-quiz-estland/
