Newhaven in England

Hitzige Hitze: Streit um öffentliche Nutzung von privatem Stadtstrand eskaliert

Privatstrand England
Um diesen Privatstrand in England geht es. (Foto: Eddie Mitchell)

In der englischen Küstenstadt Newhaven ist eine hitzige Debatte über den Zugang zum beliebten West Beach entbrannt, nachdem Unbekannte sich gewaltsam Zutritt verschafft haben. Der Strand befindet sich seit Jahren im Privatbesitz eines französischen Unternehmens und ist für die Allgemeinheit offiziell gesperrt.

Die örtliche Polizei meldete zwei aufeinanderfolgende Einbrüche, bei denen Vorhängeschlösser am Strandtor zerstört wurden. Die Vorfälle ereigneten sich am vergangenen Sonntag und Montag während einer intensiven Hitzewelle in der Region.

Die Betreibergesellschaft Newhaven Port Authority begründet die dauerhafte Sperrung seit 2008 mit massiven Sicherheitsbedenken. Der Zugang zum Gelände sei weiterhin gefährlich und müsse daher durch strenge Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden.

Politik fordert öffentliche Hand

Der zuständige Abgeordnete bezeichnete die aktuelle Situation gegenüber den Medien als absolut frustrierend. Er betonte, dass die Menschen in der Stadt verzweifelt nach einer Möglichkeit suchen, den einzigen Sandstrand der Umgebung zu nutzen.

Obwohl er den gewaltsamen Zutritt nicht gutheiße, könne er den Unmut der Anwohner bei Temperaturen von 30 Grad Celsius nachvollziehen. Der Politiker fordert nun, dass der Strand wieder in öffentliches Eigentum überführt wird, um eine geregelte Nutzung zu ermöglichen.

Wie die BBC berichtet, wurde der Hafen von Newhaven bereits 1984 unter der Regierung von Margaret Thatcher privatisiert. Seither liegt die Kontrolle über weite Teile des Küstenstreifens bei privaten Investoren aus dem Ausland.

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